Endlich ist es jemandem gelungen, ein erstes Foto zu schiessen
Obwohl Dutzende von Wildhüter und Jäger im Raum Kestenholz – Bätterkinden, zusammen mit der Sondereinheit “Raubtier” der vereinigten Polizeikräften von SO und BE durch die Wälder streifen, ist es ausgerechnet einem ahnungslosen Spaziergänger gelungen, das erste Beweisfoto für das “riesige, schwarze Raubtier” zu schiessen.
Gemäss Medienmitteilungen wurde der “Schwarze Panther” vergangenen Mittwoch erstmals von einem Förster gesichtet – mittlerweile meldeten sich weitere Zeugen mit Sichtungen, noch ist es allerdings nicht gelungen, das Tier in eine Falle zu locken oder abzuschiessen.
Der verdutzte Wanderer, welchem dieses erstmalige Foto gelang, sagte aus, dass er friedlich durch den Wald wanderte, als er sich plötzlich beobachtet fühlte. Er blieb stehen und beobachtete die Umgebung, als er plötzlich – in etwa 20 Meter Entfernung zwei gelbe Augen entdeckte, die mit stechendem Blick ihn musterten. Erst danach sei im bewusst geworden, dass diese Augen zu einem grossen schwarzen Tier gehörten, welches sich auf einem Baumstamm breitmachten. Er konnte nur noch seine Kamera zücken und ein Foto machen, bevor sich das schwarze Raubtier erhob und zwischen den Baumstämmen verschwand. Er wollte sich allerdings nicht soweit festlegen, ob es sich bei dem schwarzen Raubtier tatsächlich um einen Panther gehandelt habe, wie verschiedene Quellen vermuten. Er habe aber weder Wildhüter noch Polizeikräfte gesehen, noch sei im abgeraten worden, die Wälder in der Umgebung zu betreten.
Das Foto wird nun von verschiedenen Dienststellen des Bundes, wie auch an den Zoos von Zürich, Basel und Bern ausgewertet. Ein (unoffizieller) Sprecher des Tierparks Dählhölzli in Bern liess verlauten, dass man dank des Fotos schon viel weiter sei bei der Identifizierung des Wildtieres, welches scheinbar sehr menschenscheu sei. Ob es sich aber tatsächlich um einen “Schwarzen Panther” handelt, oder vielleicht doch nur um eine grossgewachsene Hauskatze, liess er offen.
Uns erklärte er aber nochmals den Begriff “Schwarzer Panther”, da der Begriff ungenau und für keine einzigartige Tierrasse verwendet wird. Gemeinhin wird der Panther, respektive “schwarze Panther” für einen Leoparden mit schwarzem Fell verwendet. Der Leopard ist die viertgrösste Raubkatze, nach Löwe, Tiger und Jaguar, er wird 90–190 cm lang, den 60–110 cm langen Schwanz nicht mitgerechnet. Männliche Leoparden wiegen etwa 40–90 kg und haben eine Schulterhöhe von 70–80 cm. Weibchen sind etwa halb so gross und wiegen nur etwa 30–60 kg. Kleine Weibchen messen nur 45 cm an der Schulter. Daneben werden aber auch schwarze Jaguare “schwarzer Panther” genannt, der Jaguar ist dabei durchschnittlich kräftiger und massiger gebaut als der etwas kleinere Leopard, ansonsten sind die Tiere von Laien nur schwer zu unterscheiden. “Schwarzer Panther” werde allerdings umgangssprachlich fast für alle schwarzen Raubkatzen verwendet, auch die schwarze Hauskatze werde manchmal Panther oder schwarzer Panther genannt.
Weiter führte er aus, dass in der Schweiz weder der Leopard, noch der Jaguar heimisch seien, aber in verschiedensten Zoos Europa gehalten, respektive gezüchtet werde, da der Leopard auf der “Roten Liste” geführt sei. Allerdings kenne er in seinem Bekanntenkreis mehrere Haushalte, in denen ein schwarzer Kater gehalten werde, welche gelegentlich bis zur doppelten Grösse von gängigen Hauskatzen wachsen könne.
Insgesamt lassen sich 27 Meldungen (41, aktuell 43, um 13.05 Uhr) zu der vermeintlichen Sichtung eines “Schwarzen Panthers” im Oberaargau finden, u.a. Blick, 20Minuten, Tagesanzeiger, Berner Zeitung usw.
UPDATE
Soeben haben wir ein zweites Foto erhalten, auf denen (in der Vergrösserung) die Raubtierzähne deutlich zu erkennen sind. Dazu erklärte ein Wildhüter: “Vermutlich gerät das Tier langsam in eine agressive Stimmung, da es sich möglicherweise nicht mehr gewohnt sei, selbständig zu jagen. Es könnte langsam hungrig werden. Bevor man selbst angegriffen werde, nehme man besser ein rohes Fleischstück mit in den Wald, dass man gegebenenfalls dem Tier zuwerfen könne – sonst lasse es sich immer noch später zu einer Mahlzeit verarbeiten.”














