Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für die: ‘Wirtschaft’ Kategorie

Dafür zahlt Toyota Milliarden*

11. Aug, 2010

… und wurde monatelang “gebasht”…

Screenshot tagesanzeiger.ch

In nur einem Fall gibt man auch einer rutschenden Fussmatte die Schuld an einem Unfall (bei weltweit x-Millionen Toyota-Fahrzeugen).

So funktioniert zumindest das Rechtssystem in der USA. Jemanden anklagen, ein paar weitere Menschen finden, die gleiches behaupten und schon hämmern Medien und Politik solange auf einem Konzern rum, bis der sich mehr oder weniger freiwillig auf sinn- und nutzlose Wiedergutmachungsarbeiten einlässt.

Derweilen ist sich zumindest der restliche Westen nicht zu schade, genau dem Land blindlings hinterher zu trotten, welches den einzelnen Bürger bis aufs Hemd entmündigt, dem einzelnen Menschen jegliche Eigenverantwortung nimmt, Menschenrechte regelmässig mit mehr Füssen tritt, als wir Finger haben. Informationen fälscht oder nicht weiter gibt, damit wir zu ihnen hoch schauen. Die perfekteste Doppelmoral wahrscheinlich aller Ländern auf der Welt pflegt. Die Liste dieser Widersprüche könnte sich wahrscheinlich fast endlos verlängern lassen und endet fast immer damit, dass die USA ein nichtamerikanisches Land oder Unternehmen in Grund und Boden stampfen dürfen. Dass amerikanisches Verhalten (und nicht unbedingt der restliche Westen) dabei noch Nährboden oder Schule ist für einige der schlimmsten Verbrechen überhaupt – wird weltweit ignoriert. Wir sind sogar schon soweit, dass wir präventiv Friedensnobelpreise nach Amerika verleihen.

Unsere Rechtssysteme (aus West und Ost, Nord und Süd) basieren auf weitaus älteren Kulturen, sind weder perfekt noch erheben sie diesen Anspruch könnten der USA aber alleweil als Vorbild dienen – derweil setzen wir alles daran, unsere Identität zu torpedieren und zu Gunsten des Amerikanismus aufzugeben.

PS: Ich habe nichts gegen die USA – die dürfen von mir aus tun und machen, was sie wollten – was mich stört ist die Hörigkeit und Abhänigkeit der restlichen Nationen, welche weder durch Qualität noch Vorbildfunktion begründet werden kann.

*Edit: Eigentlich wollte ich Millionen schreiben – ein paar hundert Millionen sind die Gesamtkosten sehr wohl, aber Milliarden sind trotz allem ein bisschen hoch gegriffen.

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Rücktritt vom Rücktritt

09. Aug, 2010

Während das Volk – qualifiziert oder unqualifiziert – zur Kenntnis nahm, dass mittlerweile zwei Bundesräte zurücktreten und dies mehrheitlich begrüsst, wohl in der Annahme, dass neue Bundesräte aus dem politischen Saustall, den wir unterdessen haben, ein gemütliches, allen dienendes Mehrfamilienhaus zimmern können, versucht sich einerseits der politische Saustall, wie auch die Medien mit allerlei Kritiken zu profilieren.

Die SVP will mehr Bundesräte, nachdem sie eine der ihren (damals waren es ja noch zwei), so mir nichts, dir nichts aus ihrem Parteibüchlein gestrichen haben, der Chef der CVP moniert – wie immer in den letzten Jahren – ein bisschen hüsch und hott. Einfach der Medienpräsenzes Willen. Die Grünen erheben derweil einfach auf jeden frei werdenden Bundesratssitz ihren Anspruch. Die FDP schmiedet Strategien, wie sie dank der Mithilfe der SVP ihre Sitze behalten kann und lässt sich freimütig hintergehen. Derweil die SP, ebenfalls ohne klares Profil, ständig davon träumt, ebensoviele blinde Wähler in ihren Bann ziehen zu können, wie es die SVP dank Windeln-Populismus perfekt auf tiefstem Niveau beherrscht.

Kurz zusammengefasst (und Ausnahmen einmal nicht berücksichtigt), sobald ein normaler Mensch mit dem Attribut “PolitikerIn” versehen ist, beginnt der Ego-Kampf der persönlichen Profilierung und der gegnerischen Verunglimpfung.

Dabei sollte zumindest unsere Generation – und unsere Eltern noch mehr – bewusst sein, dass eine Gemeinschaft nur funktionieren kann, wenn man ein bisschen mehr oder weniger seiner eigenen Ansprüche aufgibt um damit die Ansprüche der Gesamtheit zu stärken.

Dass eine geeinte Gemeinschaft mehr Kraft hat, sich gegen innen und gegen aussen zu bestätigen, dies könnten wir evolutionstechnisch jederzeit in der Tier-, wie auch Pflanzenwelt abschauen.

Nur, Toleranz gegenüber meinem Nachbarn, wie auch gegenüber mir selbst ist ein unbrauchbares Relikt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts – so meint man. Komisch – wir bilden immer mehr Gemeinschaften, sind aber nicht bereit als Teil der Gemeinschaften zu funktionieren. Als Gemeinschaftsgläubiger bin ich zwar durchaus für die Gemeinschaft, aber nur, wenn die Gemeinschaft bereit ist, mir meine ganz persönlichen Ausnahmen zu bewilligen. Die Voraussetzung, dass ich eine “Ausnahme” bin, ist sozusagen die Mitmachbedingung in einer Gemeinschaft.

Und während der Normalbürger trotzdem mit einem Funken Vernunft ausgerüstet ist und gelegentlich dazu bereit wäre, Toleranz anstatt Selbstprofilierung zu zeigen, prescht eine weitere Macht in unser Leben, welche noch vor wenigen Jahren ebenfalls (zumindest grossmehrheitlich) Respekt als eine ihrer obersten Maximen vertrat. Die Medien. Die Qualität der Medien wurde daran gemessen, wie geschrieben wurde, wie umfassend ein Thema abgehandelt wurde und mochte ein Medium noch so tendenziös gewesen sein – man klärte auch über die Qualitäten des “Gegners” auf.

In die Hände der Medien spielte, dass wir Menschen unser Informations- und Wissensbedürfnisses auf 160, respektive 140 Zeichen reduziert haben und der Meinung sind, aus ein paar Wörtern eine umfassende Information generieren zu können. Die Schlagzeile musste unsere Haltung definieren, was danach als Artikel geschrieben wird, muss kurz und prägnant sein, damit es noch in unser 160 Zeichen-Karteikästchen passt. Ebenfalls hilfreich ist, dass wir an permanenter Reizüberflutung leiden und die einzige Möglichkeit, in dieser Reizüberflutung Menschen zu finden, die auf bestimmte Reize reagieren, ist die, Reize krasser, angriffiger, grossmauliger, absurder oder unverständlicher zu machen. Nur so können Medien (scheinbar) heute noch überleben.

Damit wir uns im Einheitsbrei der Schlagzeilen-Rufer trotzdem noch für ein Medium entscheiden (können) – muss es sich wiederum mit noch angriffigeren, unmöglicheren, absurderen oder phantasievolleren Schlagzeilen von den anderen Medien abheben. Dies hat dann nichts mehr mit qualifizierter Information (eher mit abstruser Manipulation) zu tun.

Nur so lässt es sich erklären, dass es noch immer unsere Parteienlandschaft gibt und die Medien im Kampf um unsere Gunst überhaupt noch Konsumenten hat. So würde es nicht nur der Schweiz, aber auch der Schweiz gut tun, wenn man die ganze Struktur hinterfragen würde.

EDIT: Hätte ich den Artikel nicht heute früh geschrieben und gegen Mittag veröffentlicht, so könnte man mir ja vorherseherische Fähigkeiten anlasten – so darf man schlichtwegs konstatieren, dass das Affentheater auf der Politbühne, dirigiert von den Medien, munter weitergeht.

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UBS, mein Mammon*

27. Jul, 2010

Alles im grünen Bereich, möchte man glauben, wenn man da von Grübel & Co hört und liest. Ja – 2 Milliarden Gewinn auch im zweiten Quartal, nachdem es im ersten Quartal sogar noch ein bisschen mehr war. Hochgerechnet auf ein Jahr wäre das nach den Rekordjahren 2006, 2005 und 2004 bald einmal das viertbeste Resultat in der Geschichte der UBS. Wohlverstanden, bei einem Rückgang der Bilanzsumme (und damit auch der Aktiven) um rund 1’000 Milliarden (von 2’396’511 Mio CHF im 2006 auf  1’340’538 Mio CHF per Ende 2009). Wäre man versucht, den Gewinn in Relation zur Bilanzsumme zu setzen, steuert die UBS auf einen Rekordgewinn zu. (Die Bilanzsumme ist im Jahr 2010 nur moderat gestiegen).

Wie die Gewinne vor der Wirtschaftskrise zustande gekommen sind, wissen ja mittlerweile nicht nur Finanzspezialisten. Und eigentlich wünschten wir uns alle, dass nicht wieder ein solcher Ballon aufgeblasen wird, welcher früher oder später ebenso garantiert platzen muss, wie das Amen in der Kirche.

Woher kommt also dieser immense Geldsegen, der nach so kurzer Zeit wieder in die Taschen der Banken fliesst? Denn – und das sollte mittlerweile auch allen bekannt sein – man kann nicht mit dem Finger auf die UBS zeigen, ohne praktisch alle anderen Banken darin einzuschliessen.

Die Antwort auf diese Frage bedingt sicherlich zwei Optionen, die eine Option ist, dass praktisch keine Bank die vollen Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen hat und sowohl auf Staats- wie auch auf Wirtschaftskosten möglichst schnell (praktisch gezwungenermassen) sich gesundsaniert. Anderseits – und dies ist die zweite Option – versuchen Sie einmal in der heutigen Zeit Geld einer Bank zu bringen und Ende Jahr auch noch einen (wenn auch noch so kleinen) Gewinn zu realisieren.

In diesem Zusammenhang dürfen wir hoffen, dass einerseits für die Aktien-InhaberInnen die Bankenkurse kräftig steigen und anderseits die durchaus realistischen Prognosen, dass wir bereits in etwa 6 Jahren in einen Mega-Finanz-Gau schlittern, sich nicht in diesem Ausmass manifestieren wird.

(Quelle der Zahlen UBS: Finanzinformationen der UBS 2010, aktuelle Presseberichte)

*Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, wenn er etwa zur lebensbestimmenden Maxime wird. Heute wird mit dem Begriff abschätzig das Geld im Allgemeinen bezeichnet (schnöder Mammon). (Wikipedia)

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Deckel drauf bei BP

13. Jul, 2010

Um 01.19 Uhr aufgesetzt

Ich würde es hauptsächlich der Umwelt gönnen, wenn BP dieses Mal erfolgreich war und die Kappe tatsächlich das austretende Rohöl komplett auffängt.  Wir werden es sicher in der Presse schon bald erfahren.

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Spekulieren Sie mit… mir!

02. Jul, 2010

Nachdem ich heute Morgen auf DRS3 schon relativ früh gehört habe, dass Orangensaft, respektive Orangensaftkonzentrat eine gewaltige Preissteigerung erfahren hat, verschliesse ich mich nicht mehr der Spekulation und Sie – liebe Leserinnen und liebe Leser – dürfen, mit möglichst hohen Geldbeträgen auf weitere “Randnotizen” spekulieren.

Aber erst einmal zurück zu den Orangen – Florida, respektive die USA ist ein bedeutender Lieferant von Orangensaftkonzentrat, hat aber auch ein (jahrhunderte) altes Problem. Irgendwo draussen auf dem Meer brauen sich von Juni und bis Ende November gewaltige Stürme auf, manchmal bis zur Stärke eines Hurrican (Wirbelsturm). Die meisten Wirbelstürme toben sich auf dem Meer aus, einige verwüsten auf ihrem Zug aber Küsten- oder ganze Landstriche. Dies ist zwar tragisch für die betroffenen Gebiete, aber durchaus normal. Einige Spekulanten (möglicherweise gibt es in Amerika ebenfalls “Muotathaler Wetterfrösche”) haben nun entschieden, dass das Jahr 2010 ein schlimmes Hurrican-Jahr wird und daher wird das (Florida-) Orangensaftkonzentrat präventiv einmal viel teurer.

Nun ja – das ist es, was uns erzählt wird und wir glauben es brav und sind dann auch bereit, mehr zu bezahlen. Informiert man sich ein bisschen mehr, kann man dann folgendes Lesen (Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. hat vor knapp einem Monat eine Pressemitteilung herausgegeben):

  • Der Preis für Orangensaftkonzentrat hat sich im Vergleich zum letzten Jahr und währungsbereinigt (Euro) bereits verdreifacht.
  • Brasilien hat einen Anteil von 80% am weltweiten Markt mit Orangensaftkonzentrat.
  • Die Orangenproduktion (und damit auch die Produktion von Konzentrat) ist in Brasilien rückläufig, weil a.) die zweite Blüteperiode in Brasilien klimatisch bedingt ausgefallen war. (Ein 20 prozentiger Rückgang der Ernteerwartung für August) und b.) der Anbau von Orangen zugunsten fossilem Treibstoff  (Zuckerrohr, staatlich subventioniert) ab nimmt.
  • Die Ernteerwartungen für Florida erst Ende der Hurrican-Saison messbar sind.
  • Die Deutschen noch nie soviel Orangensaft getrunken haben, wie letztes Jahr.

Jetzt sind Sie verwirrt – macht nichts, denn irgendwer verdient bereits massiv mehr am Handel mit Orangensaftkonzentrat – und ich würde einmal mein Sackgeld darauf verwetten, dass es nicht der Organgenbauer ist.

Ihre Verwirrung nützend, bauen wir unsere eigene Spekulation – und zwar dürfen Sie auf meine Randnotizen spekulieren, wird mehr geschrieben oder weniger, bessere Qualität oder sinkt die Qualität? Gibt es mehr LeserInnen oder weniger, hat die Hitzewelle einen Einfluss auf den Out-Put? Und steigert sich mein Leistungsniveau, wenn ich der Mona Vetsch am Radio zuhöre? Und welchen Einfluss haben die zu erwartenden Schneefälle im Dezember auf das Geschreibsel?

Ich denke, ich habe Ihnen somit genügend Argumente geliefert für eine qualifizierte und lukrative Geldanlage. Ihr Geld ist bei mir in sicheren Händen und Ihr Gewinn könnte sein, dass Sie hier noch manchen Artikel lesen (müssen). Schreiben Sie ein E-Mail an: randnotizen(at)dschwerzmann(punkt)ch und wir klären die Zahlungsmodalitäten.

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Dranbleiben > TAGI

02. Jul, 2010

Screenshot www.tagesanzeiger.ch

UPDATEDERGESCHICHTE: Der Tagi hat seine Story heute (2. Juli 2010) grosszügig überarbeitet und so zumindest eine zeitliche Kontinuität hineingebracht – die Aussagen und Zitate beziehen sich auf den Originalartikel vom 1. Juli 2010.

Tagesanzeigergeschichten konnte man vor einigen Jahren noch trauen – neben der topseriösen NZZ, bei der man gleichzeitig noch Sprachkundler werden konnte, gab es den Tages Anzeiger – praktisch ebenso seriös, aber sprachlich mehr bei den Leuten und mit ein paar Bildern mehr.

Seither ist viel geschehen – vorallem beim Tages Anzeiger. Um dem Leserschwund zu begegnen wurde (und wird) boulevardisiert und um die Finanzen im Lot zu halten, wurde auch an qualifiziertem Personal gespart. Da kann sowas passieren (Zitate: Tagi Online – FETT, mein Senf dazu):

Der Brite war sofort seinen Job los. In Genf darf er jetzt aber auf eine Fortsetzung seiner Karriere hoffen. Den Zeitpunkt lassen wir einmal offen.

Der Rohstoffhändler hatte am 29. Juni 2009 betrunken und ohne Genehmigung seiner Kunden mehr als sieben Millionen Barrel Brent-Öl gekauft… Aha, 29. Juni 2009 – also etwas mehr wie vor einem Jahr.

Wie die britische Tageszeitung «Telegraph» nun berichtet, ist der Trunkenbold bereits am Mittwoch für Gespräche in Genf eingetroffen. Sie ahnen es, wir warpen uns jetzt sozusagen ins Jahr 2010.

Keine 24 Stunden später nach seinem Rauswurf plante Perkins seine Karriere in der Schweiz fortzusetzen. Wenn wir uns jetzt nur noch erinnern würden, wann er Mist gebaut hat. 2009, 2010, früher oder später oder wann überhaupt und welches Datum haben wir jetzt?

Der 34-jährige Broker hat das letzte Wochenende und auch den Montag extrem viel Alkohol getrunken, befand die FSA. Am Dienstag, den 29. Juni, sei er dann betrunken… AHA, letztes Wochenende, das war doch der 26./27. Juni 2010 und Montag, der 28. Juni 2010 – logisch war dann der Dienstag der 29. Juni – aber wie war das jetzt mit dem Jahr 2009?

Der Behörde zufolge hat er sich inzwischen einer Entziehungskur unterzogen und sich vom Alkohol abgewandt. Wow – Ist er jetzt 1 Tag nüchtern gewesen?

Nun, die ganze Geschichte können Sie hier nachlesen – oder meine kurze Zusammenfassung lesen:

Steve Perkins kaufte am 29. Juni 2009, respektive 30. Juni 2009 um etwa 02.00 Uhr 7 Millionen Barrel Rohöl und trieb damit den Ölpreis um knapp 2 Dollar in die Höhe. Als seine Firma bereits früh am Morgen die Unregelmässigkeiten realisierte und später die Zukäufe wieder verkaufte, resultierte ein Verlust von nicht ganz $ 10’000’000.  Jetzt (29. Juni) – im Jahr 2010 – wurde der Händler von der Regulierungsbehörde in England zu einer Strafe von £ 72’000 verurteilt und erhielt ein 5-jähriges Händler-Verbot. Am 30. Juni 2010 soll er von einer Genfer Energie-Trading-Firma zwecks eines Jobs interviewed worden sein.  Die Begründung im Tages Anzeiger Artikel ist mehr wie fragwürdig und beim Telegraph (beinahe sinngemäss) abgeschrieben:

“The fact that a foreign company is considering hiring Mr Perkins – despite the potential for negative publicity – shows how valuable top brokers are to commodity companies.” (Quelle: telegraph.co.uk)

Die Tatsache, dass ein Unternehmen trotz des drohenden Imageverlustes einen Händler wie Steve Perkins anheuern will, zeigt deutlich, wie wertvoll Top-Broker für solche Handelsfirmen sind.

Vielleicht würde dem TA-Journalisten (sagt man dem noch so?) einfach ein ENGLISCH-Sprachkurs gut tun – denn, so scheint es zumindest, der Artikel wurde vom englischen “Telegraph” geräubert.

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Danke “Die Mobiliar”

29. Jun, 2010

Vielleicht sind es nicht die günstigsten Versicherungen, die ich bei der Mobiliar habe – vielleicht hätte ich den Betrag auch sonstwie einsparen können – egal.

Soviel ich weiss ist “Die Mobiliar” die einzige Versicherung, die den Überschuss teilweise ihren Kunden weitergibt. Und da ich Kunde der Mobiliar bin, ergibt sich auf der aktuellen Rechnung ein durchaus erfreulicher Abzug. Danke.

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Schweiz Tourismus

25. Jun, 2010

Gut gebrüllt, Doris – deswegen ist der alte Tourismus-Direktor auch der neue Tourismus-Direktor, oder sehe ich das falsch?

Folgende Tipps sind gratis und würden relativ schnell Verbesserungen bringen:

  • Schweiz Tourismus – Mehrseitige Werbungen für “Berghotels” Ende Oktober sind schlichtweg herausgeworfenes Geld – niemand nimmt das Telefon ab und die Betriebe sind bis ca. 20. Dezember geschlossen. (In einem konkreten Fall sogar die ganze Wintersaison).
  • Konsequentes Sterne-Management, wenn dann für 11 m2 Doppel-Zimmer zu 4* Preisen (inklusive lausigem Service) verkauft werden – sofortiges Re-Rating.
  • Es gibt excellente Tourismus-Regionen und dort excellente MitarbeiterInnen. Wieso holt man sich die Ideen nicht dort?
  • Hoher Preis – miserable Leistung ist etwa so weit verbreitet, wie das Logo von Schweiz Tourismus
  • Die Foto-Montage-Fotos auf der Startseite von myswitzerland.com sehen sowas von kitschig aus – dass es wirklich hineinkopierte (zumindest teilweise beweisbar) Menschen braucht. (Oder sehen die so kitschig aus, wegen den “Pseudotouristen”?) Stark verbesserungswürdig.
  • Wenn man die Hotels schon über Holidaycheck.ch bewerten lässt – warum nicht Verweise darauf? Ein kurzer Test mit mehreren Hotels hat die Bewertung ziemlich getroffen – demnach ein relativ guter Indikator. (Muss nicht sein, kann aber sehr wohl helfen).
  • Zum Teil kleingeistiges, verbohrtes Lokaldenken mit patriarchalischen Organisationen und schweizweite Vermarktung können sich nur schneiden.
  • Ultralange Entscheidungswege und Prozesse (Kommission hier, Kommission da) verunmöglichen eine aktuelle Stossrichtung.

Es gäbe noch viele regionale, wie auch nationale Ungereimtheiten, wenn man aber (den Artikel) weiterliest, beginnt die Frischzellenkur ab dem Jahr 2012… (mit vermutlich ersten Resultaten ein paar Jahre später). Da macht es wohl nichts, wenn der alte Tourismus-Direktor noch eine Weile lang auch der neue Direktor bleibt. Jammern kann er gut, soweit ich mich erinnern mag.

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