Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für die: ‘Unterwegs’ Kategorie

Mein Freund, die Kormorente

08. Sep, 2010

Keine Ahnung, was für ein Tier das ist.

Irgendwie passt der Kopf nicht auf den Körper

Kormoranen-Ente würde ich das Vogeltier taufen, wenn ich den müsste. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob es nicht einfach eine ganz normale Ente ist, die da ganz friedlich im Regen herumwatschelte.

Vielleicht weiss es jemand.

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Ich bin Schweizer

07. Sep, 2010

Echt grilliert

… um nicht zu sagen, Patriot. Wobei ich bei “Patriot” in den letzten Jahren zumindest so einen schalen Nebengeschmack in den Mundwinkeln verspüre. Also bleib ich beim Schweizer.

Schon vor etwa 2 Jahren brachte ich jemanden zurück zu den Ursprüngen der Schweiz und heute hatte ich wiederum die Aufgabe, ein paar Auslandschweizern die Wurzeln der

Der Schaufelraddampfer "Gallia"

Schweiz zu zeigen.

Das bedeutet “Rütli pur”. So übel ist der Gang in die Vergangenheit gar nicht.

“Warmduscher-Schweizer” profitieren vom guten und preiswerten Angebot auf dem Rütli, “Kaltduscher-Schweizer” rüsten sich mit einer Cervelat, einem Sackmesser, Thomy-Senf und einem (relativ) frischen Brot aus und wandern zur Rütli-Feuerstelle.

Was ich den Neo-Schweizern (und auch Un-Schweizern) empfehlen kann, ist der Rundweg von Brunnen (genügend Parkplätze im Zentrum – P-Weg der Schweiz) mit dem Schiff nach Treib, von dort mit der Standseilbahn hoch nach Seelisberg. Von dort geht es in einer gemütlichen Wanderung hinunter zum Rütli – entlang der Wald- und Felsflanke. Die rund 50-minütige Wanderung kann mit beliebig vielen Stopps auf rund das Doppelte ausgedehnt werden. Einerseits um die Aussicht auf den Urnersee und die umliegenden Berge zu geniessen, anderseits um grosse Populationen von Eidechsen und Schmetterlingen zu beobachten.

Das Rütli – unspektakulär und abgeschieden – haben wohl viele Bewohner der Schweiz noch als “Schulreise-Destination” in Erinnerung. Vielen gemein ist, dass sie es ganz anders in Erinnerung haben.  Wie auch immer, die offizielle Feuerstelle auf dem Rütli ist ein bisschen abseits der Besucherscharen, bietet einen fantastischen Blick über den Urnersee und hat zwei grosszügige Feuerstellen, Holz, Tische und Bänke. Dort lässt sich gut verweilen und man geniesst einfach ein bisschen das Sein.

Von der Schiffstation Rütli ist man dann in rund 10 Minuten zurück in Brunnen und hat einen gemütlichen Tag verbracht.

Was es zu beachten gilt:

  • Verpflegen kann man sich in Brunnen, Treib (schönes Restaurant am See), Seelisberg und auf dem Rütli. Auf dem Rütli hat es zwei schöne Feuerstellen.
  • Obwohl die Wanderwege relativ gut sind, empfiehlt sich doch gutes Schuhwerk, zumindest Schuhe mit griffiger Sohle.
  • Den Fahrplan der Vierwaldstätterseeschiffe findet man auf www.lakelucerne.ch >Fahrplan. Wählen Sie Brunnen. Das Billett Brunnen-Treib-Seelisberg und Rütli-Brunnen kostet nicht ganz Franken 22.–, Halbtax wird angenommen und die Billettausgabe ist direkt beim Steg.
  • Das letzte Schiff verlässt das Rütli im Sommer und Herbst kurz nach 17.30 Uhr, im Winter früher.
  • Planen Sie Ihre Reise so, dass Sie eine Teilstrecke mit einem Schaufelraddampfschiff fahren können >Schiffeinsätze. Die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee nimmt sich die Mühe, die Einsatzpläne jeweils für eine Woche zu veröffentlichen.

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Marc Sway

05. Sep, 2010

Marc Sway singt "Alli mini Äntli"

… und die Kinder.  Vor seinem gestrigen Auftritt in Schwyz hat Marc Sway kurz halt gemacht in Cham.

Um 18 Uhr stand er auf der Bühne des SC Chams – welcher dieses Wochenende den 100. Geburtstag feierte. Für ihn wohl ebenso überraschend, wie für die meist doch älteren Zuschauer (wie die Kinder), wünschte sich ein Kind  “Junig Schwän und Äntli Alli mini Äntli” von Marc Sway gesungen. Nach einem wirklich kurzen Augenblick des Erstaunens wagte sich Marc Sway an seine ureigenste Version dieses Kinderlied-Klassikers und durfte sich den wohl

Ritschi in Cham

verdienten Applaus vom Publikum abholen. Gesamthaft mochte er zu überzeugen, obwohl man zu spüren meinte, dass er mit seinen Gedanken halbwegs auf dem Weg nach Schwyz war.

Ritschi, welcher im Anschluss aufspielte, kannte den Hirsgarten bereits durch sein Engagement bei “Die Patienten” von Marco Rima und genoss es sichtlich, seinen letzten Openair-Auftritt für dieses Jahr in Cham bei relativ angenehmen Temperaturen mit den zahlreich erschienen Gästen zu feiern.  Es schien, als ob Ritschi – zusammen mit seiner Band – noch einmal das Allerbeste seiner Tournee bringen wollte und das Publikum dankte es ihm mit häufigem und lauten Applaus.

Ein gelungenes Festprogramm, welches der SC Cham zugunsten der Bevölkerung auf die Beine stellte und von den zahlreichen BesucherInnen auch dadurch belohnt wurde, dass man (auch wir) die zahlreichen grösseren und kleineren Festbeizli testete – und von den moderaten Preisen (und der Qualität der gereichten Speisen) angenehm überrascht war.

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Dada Ante Portas

04. Sep, 2010

In Cham

Mama post caminis…

Ein paar Leute hätten meinen Konzerttipp noch lesen können. Anderseits war es so zumindest kein Gedränge aber trotzdem voll.

Ihren letzten Open-Air-Auftritt im Jahre 2010 gaben “dada ante portas” am Freitagabend in Cham. Nach einem Jahr touren war es beeindruckend, wie die Jungs mit ihren MusikerInnen ihre ungebrochene Begeisterung zeigten. (Sogar im eigentlich abgetrennten Seitenbereich der Bühne sangen, tanzten und klatschten die Tourmitglieder mit).

Gängiger Pop vermischt mit dem Einbezug des Publikums und begleitet von einer Geige, einem Kontrabass, einer Trompete und einer Posaune – der Sound stimmt(e).

Am Samstag, 4. September kann man sich Marc Sway, mit der souligen Stimme und dann Ritschi (dessen Plüsch-Bassist am Freitag anwesend war) zu Gemüte führen, bevor um 22 Uhr ein sorgfältig zusammengestelltes Feuerwerk die Attraktionen der 100 Jahre Feier des SC Cham im Hirsgarten ausklingen lassen. Besuchsempfehlung: Man sollte hingehen!

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Sonntag Morgen

22. Aug, 2010

Der Hase beim Frühstück (PS: ein Aargauer Hase)

Was macht man als Brumm-Bär, wenn man am Sonntag Morgen nach draussen geschickt wird, während die eigene Marmotta bei sich zu Hause meinen Blog in Stücke reisst? Natürlich, man geht auf die Jagd nach “Bunnies” – schliesslich ist auch ein Brumm-Bär nur ein Mann.

Irgendwie hat es mich dabei sogar in den Kanton Aargau abgedriftet, was einerseits nur bei fahrlässigem Überqueren der Reuss geschehen kann und anderseits von einem “Zuger” nicht gerne eingestanden wird. Item – ich habe zumindest einen “Bunny” gefunden, auch wenn er nicht ganz meinen ursprünglichen Vorstellungen entsprach – hatte ich dann doch Freude an dem kleinen Kerl (oder der Kerlin), der sich einen Meter von der Strasse entfernt an den Kräutern des Bauerns Stalleinfahrt gütlich tat.

Nach dem Parkieren meines PWs vermisste ich einmal meine Hoffotographin, dann meine Kompaktkamera und ärgerte mich dann über mein Natel, welches zwar eine Kamera hat, sich aber weigerte, so zu tun, wie ich es wollte. Kurzer Ärger, längere Freude, der Hase hoppelte durch den Zaun weg und kam wenige Sekunden später zurück um völlig unbeeindruckt von mir sich weiter der Nahrungsaufnahme zu widmen.

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Ich bin blauäugig

20. Aug, 2010

Screenshot: tagesanzeiger.ch, wie auch div andere Medien

… und blond, müsste ich anfügen, wenn man mir weismachen möchte, dass ausgerechnet in Andermatt das funktioniert, was im Rest der Alpenregion ein mehr oder weniger grosses Problem ist.

Natürlich finden sich Anleger und Investoren, auch wenn bis jetzt erst einmal 3 – 4 % der verfügbaren Wohneinheiten verkauft wurden. Oder anders ausgedrückt, 27 Millionen von den ersten 100 Millionen sind zusammen getragen worden. Bis also alle Wohneinheiten verkauft sind, die sich nebenstehend so schön neben Herrn Sawiris als Modell präsentieren, ist es noch ein langer Weg.

Ganz abgesehen davon, dass ich mich ernsthaft frage, wieso man die Kompaktbauweise der heutigen Siedlungen ausgerechnet im Urlaubsort wieder suchen will.

Ein paar Gewinner sind aber heute schon bekannt, sofern sie den alle bezahlt werden. Einerseits sind das die beteiligten Bauunternehmen, die in den nächsten 3 – 5 Jahren eifrig betonieren, schreinern, elektrifizieren und einrichten dürfen, anderseits der Herr Sawiris, der mehr oder weniger nur das baut, was andere bezahlen. Da dürfte sich durchaus der einte oder andere Franken an Gewinn in seine Taschen schleichen.

Die Verlierer, auf der anderen Seite, sind ebenfalls schon mehr oder weniger bekannt. Einerseits sind dies diejenigen, die eine Wohneinheit kaufen und diese auch vermieten möchten. So einfach ist es nicht – während der Ferienzeit möchte man ja selbst ein paar Wochen in seiner Wohnung verbringen. Die Aussichten, diese Wohnungen in der Nebensaison zu vermieten sind vergleichsweise gering. Anderseits werden es die Betriebsgesellschaften der Hotels und Restaurants sein, sowie die KMUs, die sich rund um das Feriendorf ansiedeln. Nicht zuletzt wird es auch die Bevölkerung von Andermatt sein, die schon bald von der Realität eingeholt werden.

Die latente Gefahr, dass Sawiris mit seinem Projekt selbst Schiffbruch erleidet, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Werden nicht genügend Investitionen in Immobilien getätigt, dann reisst der Sog der Kaufwilligen schon bald ab. Geschieht dies zu früh, dann hat er ebenfalls zuviel investiert und noch zu wenig verkauft – das ganze Projekt “New Andermatt” würde dann zu einem vorhersehbaren Fiasko werden.

Hier finden Sie eine ganze Serie Artikel auf tagesanzeiger.ch. Auf zisch.ch (dem Portal der Neuen Luzerner Zeitung) finden sich aktuell 276 Treffer zum Stichwort Sawiris.

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Fextal

20. Aug, 2010

Neulich hatte man Claudio Abbado wieder in den Medien. Den einen ist er als (möglicherweise) bester Dirigent bekannt. Andere wiederum sind stolz, dass Claudio Abbado die gleiche Vorliebe teilen, wie sie selbst. So ist der Dirigent vor seinen Auftritten im KKL in Luzern regelmässiger Gast im Fextal. Heute wiederholte (?) SF ein Porträt von Ulrich Tilgner, der sich nicht scheute, zuhinterst im Fextal auf der Alp Muot Selvas am Ufer der Fedacla von Stein zu Stein zu springen. Diese beiden Persönlichkeiten stehen hier für die vielen weiteren Menschen, die man immer wieder im Fextal treffen kann, wandernd.

Vor bald einmal 14 Jahren durfte ich einen Werbetext über das Lötschental verfassen, notabene ohne dass ich das Tal hinter der Talenge von Goppenstein kannte. Ein paar Monate später öffnete sich mir das Tal und ich durfte über viele Jahre eine wunderbare (geschäftliche) Beziehung mit dem Lötschental eingehen. Mit den Menschen, die dort leben und arbeiten, mit der Natur, den Bergen und den verschiedenen Alpen. Möglicherweise tönt es pathetisch, aber ein Teil meines Herzens wird immer dort zuhause sein.

In den letzten Jahren durfte ich eine weitere Ecke der Schweiz näher kennen lernen, nämlich das (Ober-)Engadin mit seinen Seitentälern. Ich durfte im Fextal sein, wenn praktisch keine Touristen anwesend waren – ich durfte dem Kreisen des Adlers zuschauen und sah, wie der Bartgeier den Felswänden entlang flog. Es war die Natur, die mich wiederum eingeladen hatte und ohne Hintergedanken meine Anwesenheit zu liess. So kann ich Claudio Abbado und Ulrich Tilgner nur zustimmen, die im Val Fex etwas ganz besonderes sehen.

Das Val Fex ist aber beileibe nicht das einzige Tal, welches extrem unspektakulär die Besucher aufnimmt und ihnen eine nie zu vergessende Dosis “Natur” auf den weiteren Lebensweg mitgibt, das Val Trupchun (Nationalpark) mit der Parkhütte Varusch, das Val Roseg, der Gletscher Morteratsch, am Bernina die Alp Grüm (und die Wanderung dorthin) oder am Albula der Palpuognasee sind nur einige Perlen, die ich kennen lernen durfte.

Allen ist eines gemeinsam – es zählt nur die Natur.

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10 Grad

16. Aug, 2010

Von meinen vielen Jahren mit (Teilzeit-) Aufenthalt in den Bergen ist mir eigentlich vollkommen bewusst, dass es in jedem Monat schneien kann. Auch habe ich es selbst erlebt, dass im Juli, August und September das Wetter einen oder zwei Tage produzierten, an denen die Alpwiesen mit einem weissen Flaum von kleinerer oder grösserer Höhe bedeckt waren.

Meist geschah dies über Nacht und der ganze Spuk war gegen Mittag, spätestens am folgenden Tag vorbei.

Noch nie habe ich erlebt, dass das neue Schuljahr – oder das erste Schuljahr für die ganz kleinen Knöpfe – in (beinahe) Winterkleidung begann.

Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt – zwar sollte es keinen grossen Unterschied machen auf unsere Fahrweise, aber seinen wir ehrlich, auch wir haben die mehr oder weniger kinderfreien Strassen während den Schulferien genossen und wurden womöglich ein bisschen nachlässiger in unserer Aufmerksamkeit.

In einigen Kantonen ist heute Schulanfang (nachdem einige Kantone den Schulanfang bereits letzte Woche hatten) – schenken wir doch den Strassenverhältnissen innerorts und insbesondere den bekannten Schulwegen wieder mehr Aufmerksamkeit und bremsen lieber einmal zu oft, als zu wenig. Ein weiterer Wunsch wäre, dass ein Handy am Ohr einfach nicht mehr funktioniert, sobald man im Auto sitzt.

Immerhin ist es kurz vor 8 Uhr bereits schon 11 Grad. In diesem Sinn: Jedem seine persönlich erfolgreiche Woche.

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