Kommt die Parität?

Nach den entäuschenden Zahlen der CS zum vergangenen Jahr hat die CS Aktie zwar nur einen kurzfristigen Taucher gemacht, bleibt aber wesentlich stärker bewertet wie im Dezember. Trotzdem bin ich versucht zu fragen, ob es dieses Jahr zu einer (Aktien-) Wertparität zwischen der CS und der UBS Aktie kommen wird. Einerseits traue ich der UBS zu, dass deren Aktie dieses Jahr einiges steigen wird – anderseits denke ich mir, dass bei der CS eine latente Sättigung eintritt, womit tendenziell ein sinkender Kurs zustande käme.

Zudem haben sich die beiden Aktien in einem Vergleich der letzten 12 Monate von einer Preisdifferenz von 27 Franken bis auf 11 Franken angenähert, womit die Aktien der “krisenresistente” CS einen etwa gleichwertigen Wertverlust erlitten haben, wie die UBS-Aktien seit Beginn der Banken- und Wirtschaftskrise.

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2 Kommentare

  1. Phil Laube
    Geschrieben 18. Februar 2012 um 14:16 | Permalink

    Die Aktien der beiden Banken sind letzthin nicht minder unberechenbar geworden, weil noch immer keine seriöse Einschätzung des Zeitpunkts möglich ist, der einen echten Neuanfang ohne unerledigte „Pendenzen“ bedeutet. Nachdem ich in den letzten ungefähr sechs Monaten fünf Deals mit derivaten Produkten tätigte, der Kursverlauf der beiden Bankaktien jedoch in vier von fünf Fällen anders verlief als es für die Entwicklung der gekauften bzw. verkauften Optionen gut gewesen wäre, lasse ich nun definitiv die Finger von CSGN und UBSN. 7500 Franken Verlust sind genug.

  2. Geschrieben 20. Februar 2012 um 10:24 | Permalink

    Die einfachsten Wege, Geld zu verlieren sind, in eine Frau zu “investieren” oder an der Börse Geld auszugeben. Handkehrum locken an beiden Orten schöne Gewinne… Während es beim Ersteren im Idealfall zu einer lebenslangen schönen Beziehung führen kann, lockt an der Börse ein satter finanzieller Gewinn.
    Leider funktioniert heute auch im zwischenmenschlichen Bereich eher das Prinzip der Börse – rationale Gründe entscheiden weniger über Erfolg oder Misserfolg sondern der spekulative Gedanke. An der Börse kann das fatale Folgen haben, da man als (Einzel-)Person mit nicht genügend Markteinfluss konsequent höheren Interessen unterworfen ist, da sich der Lauf der Dinge immer seltener mit Logik begründen lässt. Anders gesagt – solange sich auf einem positiven, wie auch auf einem negativen Handelsverlauf gleich viel Gewinn realisieren lassen, abhängig auf was man gesetzt hat, ist das Ganze eher ein Glücksspiel, wie begründbar. In X-tausend Jahren haben wir aber im monetären (oder vermögenden) Bereich nicht langfristige Investitionen perfektioniert, sondern immer einen Weg gesucht, noch schneller noch mehr (nicht abgesicherten) Wert zu generieren.
    Ich vergleiche das etwa so – es wird nicht mehr der Wert des Anlageobjektes einer Investition bewertete und möglichst langfristig unterstützt, sondern man handelt mit dem – kurzfristigen und anfälligen – Wert des Wertes der Anlage. Dabei gerät immer mehr das Anlageobjekt in Vergessenheit – oder noch mehr dessen Werterhaltung.

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