Der ewige Genderstreit

Es ist ja schon so, es gibt Mann und Frau – Gott sei dank – und gewisse Unterschiede bestanden und werden (hoffentlich) auf ewig zwischen Mann und Frau bestehen. So spriesst das Barthaar beim Mann wesentlich intensiver als bei den Frauen, die Frau kleidet sich oft feminin, abgesehen von den biologischen Unterschieden, die (für mich als Mann) auch einen optischen Reiz bewirken, nicht zuletzt ist der Mensch auch so gebaut, dass es jeweils eine Spezie aus der Gattung “Weibchen” und eine Spezie aus der Gattung “Männchen” braucht, damit die weitere Existenz gewährleistet ist. Womit rein biologisch gegeben ist, dass “Frau” eine um 9 Monate verlängerte Bindung zum heranwachsenden Leben hat, was – zumindest in den ersten Lebensjahren – auch eine verstärkte Bindung des Neugeborenen an die Mutter (und vice versa) zufolge hat. Im Normalfall.

Solche Tatsachen und weitere körperliche Merkmale bewirken einerseits einen ganz normalen Unterschied zwischen Mann und Frau, anderseits müssen diese und viele weitere Gründe oft herhalten für den “Geschlechterkampf” oder vielzitierte Diskussionen über Gleichberechtigung und Gleichstellung.

Eine rein faktische Gleichberechtigung (gleiche Rechte und Pflichten) ist einerseits in der Bundesverfassung verankert, anderseits existieren dort sogleich auch Ausnahmen, sind doch nur die Männer dienstpflichtig. Weiter leben Frauen zwar statistisch länger als Männer, aber das Pensionsalter für Frauen ist tiefer als für Männer.

In das Reich der unterbeschäftigten Gleichberechtigungsmühlen werfe ich allerdings Diskussionen über Männchen oder Weibchen bei Fussgängerampeln oder das politisch unkorrekte Wort “Fussgängerstreifen” – weil, genderspezifisch betrachtet – Frauen dort nichts verloren haben. Solche Diskriminierungstreitereien entspringen meist Menschen, die ihre grauen Hirnzellen entweder zu wenig oder zu oft der Sonne ausgesetzt haben (also ein gesundes Mass an Vernunft nicht oder nicht mehr haben).

Noch nicht allzulange ist es her, als die “Quotenfrau” eingeführt wurde – heute steht zwar niemand mehr zu diesem Begriff und der Druck, bei Wahlen eine “Quotenfrau” aufzustellen ist vorbei, ebenso in ein Gremium die “Quotenfrau” zu integrieren. Mehr oder weniger selbstverständlich hat sich hier eine Anpassung vollzogen und dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden.

Einige Institutionen beharren aber nach wie vor auf die (sozusagen) rechnerische Ausgeglichenheit zwischen Mann und Frau, wobei solche Regelungen meist irgend welchen willkürlichen Basisdaten zu Grunde liegen.

Fakt ist, dass es (zum Beispiel) in der Schweiz 49.2 % Männer und 50.8 % Frauen gibt. Ein weiterer Fakt ist, dass von den rund 2’750’000 Vollzeitstellen in der Schweiz rund 1’940’000 Stellen von Männer besetzt sind (70%); 810’000 von Frauen (30%). Bei den Teilzeitstellen ist die Aufteilung vom Gesamttotal (1’330’000 Stellen) gleich umgekehrt. 320’000 Männer (24%) stehen 1’010’000 Frauen gegenüber (76 %).  Diese Aufteilung hat durchaus logische und oft auch berechtigte Ursachen. Der Bund aber konstruiert als Ziel für das Jahr 2015 ganz andere Sollwerte, die basierende auf den demagogischen Werten absolut keinen Sinn machen.

  • Beim Bund sollen im Jahr 2015 44 – 48 % der Beschäftigten Frauen sein. Allerdings “nur”, wenn man Verteidigung und Grenzschutz ausklammert, dort soll der Frauenanteil etwa bei 11 Prozent liegen.
  • Bei Gutsituierten (140’000 – 180’000) soll die Quote bis zu 34 % betragen (+ 10 %)
  • Beim Kader (195’000 – 366’000) soll die Quote bis zu 20 % betragen (+ 6%)

Die besten Anstellungschancen beim Bund lassen sich derzeit so definieren: Frau, IV-Bezügerin, rätoromanische Muttersprache.

Es lebe die Gleichberechtigung.

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