Am Wochenende war ja Chilbi in Hünenberg, das nutzten einige Menschen, um sich am Sonntag in den Beizlis zu verpflegen. Dies wiederum überraschte die Veranstalter scheinbar so stark, dass stundenlange Wartezeiten auch dem Ständerat zugemutet wurden. An der selben “Chilbi” (Kirchweihfest) präsentierte sich auch die Gläubigste aller Parteien um auf Stimmenfang zu gehen. Mindestens einem Kandidaten (und nicht meinem ehemaligen Zunftratskollegen) müsste dabei mindestens das “C” abgesprochen werden. Vielleicht wollte die Partei aber auch einfach subtil darauf hinweisen, was wir alle schon wissen – die Politik ist heutzutage eine Chilbi.
Zur gleichen Zeit fand in der Nähe – auf dem einzigen homologierten Baseball-Feld des Kantons Zug ein “Tag des offenen Baseballs” statt. Hatte leider viel zuwenig Zuschauer. Bevor ich (selbst nicht sattelfest) meiner Partnerin die Spielregeln erklären konnte, erkannte sie das “Brennball” aus vergangenen Zeiten – so kann man es auch sehen und mir wurden waghalsige Erklärungsversuche erspart.
Schon seit Monaten wird bei uns ja die Hauptstrasse saniert, wie auch für das Bio-Energie-Netz Leitungen in der Erde vergraben. Seit Monaten scheinen nun einige Isolationsleitungen (über 100 Meter) komplett überflüssig zu sein. Die lagern daher auf dem (wenig begangenen) Trottoir. Irgendwann wird das einheimische Bauunternehmen die entweder verschenken, wegräumen oder sie werden vielleicht vom Schnee im Winter zugedeckt… Mehr Hoffnung besteht für die – ebenfalls in der Nähe und seit Monaten auf der Strasse gelagerten – Dolendeckel, Randsteine, Schachtwände usw… die könnten eventuell sogar einmal gebraucht werden – bis dahin könnten sich findige Bauunternehmen ihren Vorrat aufstocken. (Wäre es Kupfer, hätte es sich wenigstens schon lange selbst entsorgt). Da habe ich doch einmal behauptet, die Bauerei sei vorbei – könnte auch fast stimmen, wären da nicht die paar Zentimeter Asphalt, die nicht nur auf der Strasse fehlen, sondern besonders spürbar bei Ein- und Ausfahrten.
Womit ich meinen Horizont erweitere, mich frage, wie gleichzeitig Grüne und SVP am selben Ort ihren Parteitag abhalten können und die “Linken Chaoten” das nicht interessiert, dass dabei das gleichzeitig stattfindende “Ferrari-Treffen” den Kürzeren zog und von Baar nach Sempach gezügelt wurde, hat nichts mit Politik zu tun.
Apropos Politik – wen würden Sie am 22. September als neuen Bundesrat wählen? So rein objektiv? Wenn Sie sich für das Wohl der Schweiz wirklich einsetzen müssten? Ganz klar, dass man dies noch nicht sagen kann, bevor die SVP ihre 5 Kandidaten präsentiert hat. Und weil – so das System noch halbwegs funktioniert – ein SP- und ein FDP-Kandidat gewählt werden, braucht die SVP Kanonenfutter zum Verheizen, da gibt es nur einen, der das so nicht sieht. 1. Christoph Blocher 2. Christoph Blocher 3. Christoph Blocher 4. Christoph Blocher 5. Christoph Blocher. Womit das Geheimnis hier drei Tage im Voraus gelüftet wurde. Spätestens 2011 verschenkt die SVP auch Ueli Maurer einer anderen Partei, weil der sich viel zu konkordant überhaupt nicht publikumswirksam im Hintergrund hält.
Böse Zungen behaupten zwar, dass er bei einem parteiinternen “Screening” (etwa: Vorstellen aller Varianten) ein Auftrittsverbot für das Jahr 2010 erhalten hat, da er gegen die Reh-Augen der Doris Leuthard absolut keine Chancen gehabt hätte – sind aber nur böse Gerüchte. Wobei… eigentlich wären die Schlagzeilen doch wünschenswert, so à la “Zottel-Ueli streitet sich mit Bambi-Doris”.
Weg von der Politik, hin zur Wirtschaft – Haben Sie den Kuschelspot der UBS schon einmal gesehen? Auf http://www.ubs.com/1/g/about/brand/advertising.html kann man den sich einmal anschauen. Passt nicht so ganz zum Engagement der UBS beim Formel1. Wobei mir die Unterstützung des Sauber-Rennstalls viel bedeutet. Ich mag das dem Peter Sauber gönnen.
Um bei der Wirtschaft zu bleiben – haben Sie sich auch schon gefragt warum der Euro so tief wie noch nie ist – wir aber trotzdem nicht davon profitieren? Und wenn Sie sich das schon einmal gefragt haben, waren Sie da nicht erstaunt über all die Antworten, die uns die gescheiten Ökonomen hinwerfen?
Ach ja – positive Erkenntnisse gab es in dieser Woche natürlich auch… Wo hab ich sie nur hingelegt…

