Keine Frage, wer ein rechter Schweizer (oder eine rechte Schweizerin) ist, hat sich bereits auf den Weg nach Frauenfeld gemacht, den “Bösen” für die nächsten 3 Jahre “live” mitzuerleben. Nicht wenige der so nach Frauenfeld pilgernden Schwinger-Freunde wird allerdings nie einen Blick auf die Sägemehlringe werfen und von Beginn weg in den “hoselupfigen beschallten” Festzelten von ausländischen Bierkonzernen “Schweizer Bier” in sich reinschütten.
Dabei dürfen Sie dann träumen, dass – wären Sie ein Hosenlupfer – mit einer durchschnittlichen Gabentempelprämie von fast 2670.– Franken erhalten hätten – nur schon für das Antreten. (750 000 / 281 Teilnehmer). Einen Extraschluck Bier (oder auch zwei) würde allerdings folgende Tatsache erfordern: Sie kosten das eidg. Schwing- und Älperfest gleichzeitig fast 75’000.– (wenn Sie noch immer der Schwinger wären), oder etwa 105.–, wenn Sie einer der geschätzten 200’000 Besucher sind. Das (Korrektur) vorletzte “Eidgenössische” war übrigens 2004 in Luzern (davor 2001 in Nyon) und hatte ein dreimal kleineres Budget, nämlich “läppische” 7 Millionen CHF.
Jeder weiss, dass Brauchtum in der Schweiz teuer ist (etwa vom Eidgenössischen Joderfest), daher wird es Sie nicht wundern, dass der Eintritt Sie zwischen 45.– und 190.– gekostet hat. Da bereits alle Tickets verkauft sind, dürfen die restlichen Frauenfeld-Pilgerer gleich die Festzelte stürmen und “Hudigäggeler” ab Konserve geniessen.
Ach ja, die restlichen SchweizerInnen werden sich einfach irgendwo draussen (oder drinnen) an den rund 30 Grad Celsius erfreuen. Ansonsten findet man X – Anlässe, an denen man sich um das Kleingeld erleichtern kann.


4 Kommentare
Da hast du doch tatsächlich meinen Wohnkanton ausgelassen.tztzt. Das letzte Eidgenössische fand 2007 in Aarau statt. Die Bösen waren also schon ganz nahe bei mir
.
Mea culpa! Wobei ich schon ein bisschen erstaunt bin, dass
a) Eine Bündner Steinböckin es überhaupt wagt, zu gestehen, dass es nicht nur 1 Kanton gibt.
b) Aargau als Kanton bezeichnet.
Vielleicht war ich einfach im Rechnen nicht gut genug, oder ich setzte bis jetzt “Aargau” als Synonym für “Grossbaustelle” ein – bis jetzt. Natürlich fand vor Frauenfeld das letzte “Eidgenössische” in Aarau statt.
Also, ich weiss zwar, dass es BündnerInnen gibt, die nicht wissen oder besser wissen wollen, dass es noch andere Kantone in der Schweiz gibt. Ich gehöre nicht zu ihnen!
Ich weiss auch, dass der Aargau ein Kanton ist und gönne ihm das auch. Er existiert tatsächlich und sogar hier gibt es schöne Ecken und nicht nur Autobahnen.
Von wegen Grossbaustelle, da braucht sich der Kanton Zug auch nicht zu verstecken! Zumindest im Moment wird da ja auch an jeder Ecke gebaut.
Gelle??!!
:-*
Auch wenn ich jetzt behaupten könnte, dass auch ich BündnerInnen kenne, welche meinen, dass ihre Nasenspitze das Ende der Welt markiert, will ich doch keinen Steinbock-Krieg heraufbeschwören.
Da der Kanton Zug ein Kleinkanton ist, können wir keine Grossbaustellen haben – aber ich gebe zu, dass wir momentan an allen möglichen Orten grosse Kleinbaustellen hegen und pflegen.