Alles im grünen Bereich, möchte man glauben, wenn man da von Grübel & Co hört und liest. Ja – 2 Milliarden Gewinn auch im zweiten Quartal, nachdem es im ersten Quartal sogar noch ein bisschen mehr war. Hochgerechnet auf ein Jahr wäre das nach den Rekordjahren 2006, 2005 und 2004 bald einmal das viertbeste Resultat in der Geschichte der UBS. Wohlverstanden, bei einem Rückgang der Bilanzsumme (und damit auch der Aktiven) um rund 1’000 Milliarden (von 2’396’511 Mio CHF im 2006 auf 1’340’538 Mio CHF per Ende 2009). Wäre man versucht, den Gewinn in Relation zur Bilanzsumme zu setzen, steuert die UBS auf einen Rekordgewinn zu. (Die Bilanzsumme ist im Jahr 2010 nur moderat gestiegen).
Wie die Gewinne vor der Wirtschaftskrise zustande gekommen sind, wissen ja mittlerweile nicht nur Finanzspezialisten. Und eigentlich wünschten wir uns alle, dass nicht wieder ein solcher Ballon aufgeblasen wird, welcher früher oder später ebenso garantiert platzen muss, wie das Amen in der Kirche.
Woher kommt also dieser immense Geldsegen, der nach so kurzer Zeit wieder in die Taschen der Banken fliesst? Denn – und das sollte mittlerweile auch allen bekannt sein – man kann nicht mit dem Finger auf die UBS zeigen, ohne praktisch alle anderen Banken darin einzuschliessen.
Die Antwort auf diese Frage bedingt sicherlich zwei Optionen, die eine Option ist, dass praktisch keine Bank die vollen Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen hat und sowohl auf Staats- wie auch auf Wirtschaftskosten möglichst schnell (praktisch gezwungenermassen) sich gesundsaniert. Anderseits – und dies ist die zweite Option – versuchen Sie einmal in der heutigen Zeit Geld einer Bank zu bringen und Ende Jahr auch noch einen (wenn auch noch so kleinen) Gewinn zu realisieren.
In diesem Zusammenhang dürfen wir hoffen, dass einerseits für die Aktien-InhaberInnen die Bankenkurse kräftig steigen und anderseits die durchaus realistischen Prognosen, dass wir bereits in etwa 6 Jahren in einen Mega-Finanz-Gau schlittern, sich nicht in diesem Ausmass manifestieren wird.
(Quelle der Zahlen UBS: Finanzinformationen der UBS 2010, aktuelle Presseberichte)
*Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, wenn er etwa zur lebensbestimmenden Maxime wird. Heute wird mit dem Begriff abschätzig das Geld im Allgemeinen bezeichnet (schnöder Mammon). (Wikipedia)

