Es gibt Zeiten, da stellt man sich darauf ein, dass man ein paar schöne Tage mit der Partnerin verbringen kann.
Man träumt von einem verlängerten Wochenende, bei dem nichts geplant ist, aber vieles ganz schön sein kann.
Bevor man diesen Traum aber auch nur ansatzweise in die Tat umsetzen kann, ereilt einem die harte Wirklichkeit des Lebens. Einerseits hätte man auswärts am Mittwoch noch einen Termin, den man wegen pochenden Kopfschmerzen absagt – nur um kurz vor Ladenschluss noch einige Einkäufe zu tätigen.
Man kommt nach Hause, will sein Auto parkieren und das Automatikgetriebe in Position P bringen, nur, der Schalthebel lässt sich wie ein Schwingbesen schwenken und rastet nicht mehr ein. (Ok, zum Glück ist man jetzt nicht irgendwo unterwegs auf der 100 km Fahrt). Wie es sich herausstellt, ist ein defektes klitzekleines Plastikteilchen (und nur ein klitzekleines Plastikteilchen) dafür verantwortlich, dass das Schaltkabel aus der Verankerung springt. Dieses klitzekleine Plastikteilchen wäre – wenn es das Teilchen als Einzelteil geben würde – in gut 15 Minuten ersetzt und das Auto wieder zusammengebaut. Nur ist der Autohersteller der Überzeugung, dass dieses klitzekleine Plastikteil NIE kaputt gehen kann und es gibt das Ersatzteil nur im Zusammenhang mit dem ganzen Kabelzug, welcher mehrere hundert Franken kostet und einige Stunden Arbeit. Liebe Toyota, wenn man die (ungesicherte) Konstruktion dieser Kabelzughalterung als Laie sieht, müsste man Angst kriegen, wieso dieser Kabelzug so extrem ungesichert am Automatikhebel hängt. (Kleiner Gratistipp für amerikanische Sammelklagenanwälte).
Damit nicht genug, Die vor 2 Jahren und (mittlerweile 3 1/2 Monaten) erstandene DELIZIO Kaffeemaschine hat sich vor etwa 2 Monaten dazu entschlossen, erst ein paar wenige Tropfen (da gab ich mir noch die Schuld, von wegen verschütten), dann immer mehr Tropfen und jetzt relativ viel Wasser nicht mehr den Weg durch die Kaffeekapsel nehmen zu lassen, sondern direkt unter die Kaffeemaschine zu befördern. Logischerweise passiert das ziemlich exakt NACH Ablauf der Garantiezeit. Danke liebe Migros. Die alte, etwa 15 jährige Portionen-Kaffeemaschine funktioniert noch heute tadellos.
Zudem muss mein Anruf aus der Garage an meine Partnerin so verzweifelt getönt haben, dass Sie mir möglichst schnell beistehen wollte – dumm nur, dass die Zuger Polizei kein Verständnis hat für solch akuten Beistand.
Da scheint es schon fast ein Geschenk, dass der herrliche Aprikosenkuchen (Teig Migros, Bio, ausgewallt, rund 33 cm Durchmesser) nicht ganz in die Armada von meinen tollen Kuchenbleche (rechteckig, 50 cm lang) passt und das Wasser für ein (Verwöhn-) Frühstücksei selbstständig verdampfte, da der Eierkarton keine Eier mehr enthielt.
Und dies alles, noch bevor ein normales Wochenende (für Nichtbrückenmacher) überhaupt begonnen hat.

