Deppenland III

Wenn wir schon ein bisschen Kritik üben an Zuständen, welche für den Normalbürger nicht wirklich nachvollziehbar sind, dann wäre sicher das Zuger Kantonsspital ein weiteres, gefundenes, Fressen.

Nicht nur, dass gewisse Führungsformen und die Personalpolitik in den knapp 2 letzten Jahren (Eröffnung 30. August 2008) eher Kopfschütteln, wie Verständnis hervorruften, nein, der 200 Millionenbau (damit einer der teuersten öffentlichen Bauten überhaupt), scheint unter einem eher unglücklichen Stern zu stehen.

So stellte man gleich nach Eröffnung nicht nur massive Schallprobleme fest, es sollen auch Düfte der verschiedensten Orte an Orten gelandet sein, wo sie nicht hingehörten.  Diverse Reparaturen, Korrekturen, Neuabdichtungen usw scheinen auch heute noch nicht dazu geführt haben, dass Schrittgeräusche über Stockwerke nicht mehr zu hören seinen. (Aktuelle Presseberichte). Eine Erfolgsmeldung sei, dass an Orten wo regelmässig vertrauliche Gespräche stattfinden, das Mithören nicht mehr möglich sei.

Risse im Boden (jeder halbwegs gebildete Durchschnittsmensch kann sich erklären, wie so etwas geschieht) führten jüngst dazu, dass ein “Küchenzelt” errichtet werden musste.

Das Kantonsspital hat eine vollverglaste Fassade – was sonst zu keinen Problemen führt, scheint im Kantonsspital ein bisschen anders. Es bersten solche Glaselemente und niemand weiss warum – zumindest noch nicht.

Nun, ein Grund könnte sein, dass sich das Gebäude scheinbar an gewissen Stellen schon bis zu 12 (!) cm abgesenkt haben soll. Dies scheint zwar noch nicht von offizieller Seite bestätigt zu sein, stammt aber aus normalerweise zuverlässiger Quelle.

Was natürlich jetzt neue Fragen aufwirft – was geschieht eher: Die Lösung aller Baumängel oder die Versenkung des 200-Mio Baus im Boden.

Natürlich ist Zug da keine Ausnahme, fast überall in der Schweiz stehen oder standen Neubauten unter keinem besonders guten Stern. Die Zusatz- und Nachtragskredite, weil trotz Expertenheer viel Unerwartetes plötzlich zum Vorschein kommt, nehmen in etwa linear mit der Armada von Expertisen zu, die man vorgängig erschaffen liess. Und manch unsereiner fragt sich, was unsere Vorfahren gemacht haben, damit ihre Bauwerke zum Teil viele Jahrhunderte in ihrer Grundsubstanz besser erhalten sind, als unsere Bauten nach Fertigstellung oder spätestens 5 Jahre danach.

Ähnliche Beiträge

Kommentar schreiben

Ihre E-Mailadresse wird nie publiziert. Diese Felder sind zwingend *

*
*