Reich sein

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… zeigt sich auf vielfältigste Art und Weise. Ich zum Beispiel bin reich an Verständnis, Aufmerksamkeit, Nachsicht und fühle mich reich, draussen in der Natur, dafür herrscht chronische Ebbe im finanziellen Bereich.

Eine kurze Zeit hatte ich einen “Flash” und dachte – ich erkenne diesen Mann, der 53’500’000’000 $ sein Eigen nennt und damit Handgelenk mal Pi rund 1’489.6 Mal mehr hat, als der (oder die) Glückspilz(in), welche vor Steuern 35.7 Mio CHF im Lotto gewonnen hat.

Eigentlich ist Milliardär sein auch nicht so etwas Grossartiges. Mit seinem Geld könnte er “nur” 53’500 Menschen mit einer Million beglücken – oder halt eine Person sehr reich machen mit nur einem Bruchteil seines Vermögens.  Von den 14 Frauen, die sich ihren Milliardenreichtum selbst erarbeitet haben, kommen rund die Hälfte aus China. 75 weitere Frauen haben ihr Reichtum ererbt, insgesamt soll es im Jahre 2009 rund 1’011 Dollar-Milliardäre gegeben haben. Der älteste Milliardär soll ein Schweizer sein und ist verheiratet, liegt mit seinem Vermögen am Ende der reichsten dreihundert Menschen auf der Welt.

Nun, egal wie ideologisch man durch das Leben geht – wahrscheinlich hat schon jeder Mensch einmal die Möglichkeit durchstudiert, was er oder sie mit einem unerwarteten Geldsegen anfangen würde. Und die Erkenntnis daraus war sehr oft, dass es vermutlich gar nicht so einfach wäre, mit viel Geld richtig umzugehen.

Um mich und alle anderen finanziellen Nobodys zu trösten: Mit dem Nichtreichtum im Leben bleiben uns auch finanzielle Fehlentscheide erspart.

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2 Kommentare

  1. Geschrieben 11. März 2010 um 01:53 | Permalink

    Hart erarbeitet hat er diese Milliarden ja wohl kaum, weshalb er sich gewiss auch einige moralische Fragen stellen müsste, sollte er ein gewisses Rückgrad haben.

    Auch diese Fragen brauchen wir uns nicht zu stellen. Und um glücklich zu sein, braucht es ja eigentlich nicht (nur) Geld…

  2. Geschrieben 11. März 2010 um 09:46 | Permalink

    Ja, wollte man allen bösen Gerüchten Glauben schenken, dann hat erstens einmal der Papa eine gute Grundlage aufgebaut und der Filius, als es darum ging den Telekommunikationsmarkt in Mexiko aufzumischen, mit ein bisschen Motivationszahlungen an Beamte viel Wert für (relativ) wenig Geld erhalten hat. Weiter besagt die Geschichte, dass in Mexiko noch heute das Telefonieren, teuer, sehr teuer ist.
    Der zweitreichste Mensch der Welt, Bill Gates, tut zwar mit seinem Geld ordentlich Gutes, dafür bezahlen wir für (allzuviele) unnütze Code-Zeilen auch regelmässig viel zu viel.
    Natürlich bleibt die Frage ewigs, wieviel Vermögen sich moralisch korrekt erarbeiten lässt und je nach ethischer Einstellung variert dieser Betrag wohl immens, anderseits braucht es aber auch ein gewisses Mass an spekulativer Investition, damit die Wirtschaft wächst und auch entwickelt.
    Irgendwie wäre es einmal interessant herauszufinden, wie die Relation der Gewinner (Vermögen, Arbeitsplätze, ökonomischer und ökologischer Fortschritt) zu den Verlierern steht.(Armut, Arbeitslosigkeit, Zerstörung, Abhängigkeit usw.).
    Derweil trösten wir uns mit dem Wissen, dass Geld (alleine) nicht glücklich macht.

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