Gedanken zur Woche

Welche Zeitung lese ich in Zukunft, wenn ich schon im Tagesanzeiger ein Loblied auf “Big Brother 10″ lese? Vorallem, wenn ich davon lesen (darf), welch ein riesiger Erfolg die Sendung auch noch nach der 9. Ausstrahlung sei. Naja, womöglich möchte sich der Journalist damit für das noch “oberdoofere” Sendeformat : “Hilfe, ich bin ein Star, holt mich hier raus” qualifizieren. Das Niveau hätte er.

Swisslos präsentiert das Millionenlos praktisch noch immer, wie am ersten Tag, obwohl man (glücklicherweise) seit ein paar Tagen kein Los mehr kaufen kann. Ganz fies (im Sinne der Spielprävention) war der Registrationsweg, der sich primär daran orientierte, dass man sich für sämtliche Online-Spiele von Swisslos registriert. Damit nicht genug, ein weiterer Anreiz war, dass man unter den Neuregistrierten Preise verteilt, sowie Online-Spielguthaben. Für mich ebenfalls fragwürdig, wie man in Radiosendungen Online Guthaben als Preise gewinnen kann. Aber so ist es wohl, wenn der Staat die Spielregeln aufstellt und man grundsätzlich nur “staatlich verordnet” spielen kann.

Unsere Regierung (die Oberste) erweist sich immer mehr als Schönwetter-Regierung. Scheint die Sonne, lächeln alle, regnet es, herscht einfach nur noch Chaos. Irgend wann einmal wünsche ich mir, wieder jemanden zu haben, der Nägel mit Köpfen macht, respektive einfach einmal hinsteht und regiert. – Das grösste Übel auf dem Politikboden aber sind die “Ich-bin-gegen-alles” Politiker mit deren Partei, so richtig schleimige “Ich-habe-es-ja-gesagt” Menschen, die im Nachhinein immer alles besser gewusst haben und mit billigstem Populismus Massen um sich scharen, nicht etwa um etwas zu bewirken, sondern ein Vorwärts zu verhindern.

Wobei, vielleicht ist das die Zukunft, Volksaufhetzer als Politiker und ein Tagesanzeiger, der ein Loblied auf Coitus-non-interuptus, Busengrabscher, Madenfresser und Drill-TV singt.

Ehrlich gesagt – ich habe ein Problem.

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