Fremdgebloggt

Gestern zweifelte ich sogar an meiner “Ausgangsempfehlung”, dem Märlisunntig in Zug. Zum Glück dachten nicht alle gleich wie ich und auch der 26. Märlisunntig war wieder ein Erfolg.

Je später der Abend, desto feuchter wurde es und so fand ich wieder einmal Zeit, um meine Blogempfehlungen zu besuchen, Statistiken zu betrachten und beim Dschango Beinhart von der daumenschraube.ch zu verweilen – ich bin ein Dschango-Fan, auch wenn das der Mitschreiberin Aga und dem Mitschreiber Nasse gegenüber fast unfair ist, alle drei schrauben schreiben wunderbar.

Natürlich gehört auch ein Besuch beim Arzt zum obligaten Leseprogramm – logisch ist der Arzt eine (amtlich bewilligte) Ärztin und könnte seit kurzem jeden Stier zum Hornochsen machen – zwei Gründe sprechen aber dagegen, erstens ist sie stier (in der Kasse und weiss Gott, nein, so schlimm scheint es auch nicht zu sein) und zweitens, sollte ein Stier in ihrer Bijou-Wohnung landen, würde sie den sicherlich nicht so schnell entmannen. Die seit kurzem hochoffizielle Chliitierchnübler der staatlich geprüften Wissensanstalten überrascht mich, den alten und monogamen Teilzeitbeziehungsmenschen immer wieder zu den Themen “Männer“, “Frauen” und der Wichtigkeit “des Frühstücks am Morgen danach“. Chnübli hat bis jetzt ihre Weihnachtswunschliste noch nicht veröffentlicht, wenn es aber nichts mit oder für Männer zu tun hat, würde sie geschätzte 90% der Leserschaft enttäuschen.

Apropos Leserschaft, Frau Chnübli (ehrlich, ich mag sie) ist ja die Königin unter den Prinzessinnen in der Schweizer Bloggerinnengemeinschaft. Und was ich NIE, NIE aber auch wirklich NIE gedacht hätte, ist in den letzten 10 Tagen (dank dem Millionenlos) Wirklichkeit geworden. Gemäss Blogoscoop habe ich den Turbo gezündet und die Lieblingsschreiberin Schweizer und Deutscher Männer und Frauen links liegen gelassen und um Längen distanziert. Naja, mein Ruhm ist vergänglich und Chnübli wird wieder über mir stehen, solange bis sie nicht mehr schreiben kann, oder den Mann fürs Leben findet (was auch immer zuerst geschehen wird).

Natürlich habe ich auch weiteren Blogs einen Besuch abgestattet, wie meistens bin ich ein extrem schlechter Kommentarschreiber. Sorry Folks.

Natürlich habe ich bemerkt, dass sich Sonntagszeitung/Tagesanzeiger sowohl gedruckt wie auch online ebenfalls auf ein von mir aufgeworfenes Thema stürzte. Ein bisschen detaillierter und ausführlicher, aber es könnte gut sein, dass der Claude Longchamp demnächst seine mediale Fliege vom Hals binden kann und mindestens ins zweite Glied zurücktritt. Seine Zahlengläubigkeit (respektive deren Vermittlung) war nicht das erste Mal aber sicherlich wohl zum letzten Mal so prominent im staatlich geschützten TV zu sehen. Es wäre vermessen, den schwarzen Claude Peter jetzt nur dem gfs in die Schuhe zu schieben. Die Medien selbst sind froh, wenn Sie eine Zahl zerreissen können anstatt mit einer eigenen Meinung (Interpretation, Vorschau oder Meinung, Trendforschung) zu brillieren. Längst recherchieren Journalisten höchstens noch ihren eigenen Namen.

Zu guter Letzt eine positive Nachricht von unserem Bankensorgenkind, der UBS. Der Grübel hat endlich einmal ein (positives) Zeichen gesetzt und erlaubt den Kundenberatern wieder Auslandreisen. Ein Online-Test soll die Kundenberater sattelfest mit den Anlageprodukten machen und mit einem abschliessenden Klick bestätigen die Kundenberater ihre ehrlichen Geschäfte. Böse Zungen behaupten zwar, dass der Chef der UBS zu dieser Massnahme gegriffen hat, nachdem der Stellenabbau durch natürliche Fluktuation* nur zögerlich vonstatten ging. So würden den jeweiligen Ländern genau Flugnummern und Aufenthaltsorte der Kundenbetreuer mindestens 24 Stunde vor der Reise übermittelt.

*Natürliche Fluktuation: Sehr geehrter Herr X – wir werden sie nicht entlassen, möchten ihnen aber nahelegen, dass wir der absoluten Überzeugung sind, dass sie sich in einer anderen Bank oder auf dem Sozialamt viel wohler fühlen, als wenn sie die Zukunft mit uns planen.

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2 Kommentare

  1. Geschrieben 7. Dezember 2009 um 20:20 | Permalink

    Danke für die Lobhuldigungen. Staatlich geprüfte Tierärztin bin ich ja nun schon länger, nur den Doktortitel habe ich mir nachträglich noch erarbeitet :) Weihnachten finde ich ja nun ziemlich was Langweiliges, immer diese Lichtlein und Geschenkschnüre und billiges aber teuer verkauftes Glühweinpulver – nix für mich – vielleicht auch, weil Tierärzte dann immer besonders viel zu arbeiten haben, deshalb gibt es keine Wunschliste. Geburtstag wäre übrigens dann im Februar und draufstehen würd nur Frauenszeugs (was soll ich mir auch was wünschen, das ich mit Männern teilen müsste?).

    Bin ja mal gespannt, was denn Blogoscoop so sagt, mein Blog war ja Offline anfangs Woche ;) Vielleicht wäre auch der Post verlinkenswert, wo ich feststelle, dass ich nur noch halb so viele Leser habe, seit meine Leserschaft sich auf Facebook tummelt.

  2. Geschrieben 7. Dezember 2009 um 22:44 | Permalink

    Ja Blogoscoop hat sogar offline tapfer weiter gezählt – auf jeden Fall gabs keinen Nuller ;-) Ist ja auch nur eine kleine Freude, weil momentan viele Leute oben bei der Suchleiste “www.millionenlos.ch” eintippen und dann erst noch meine Seite (mit ein paar Statistikspielen zum Millionenlos) aufrufen. Ich werde mich schon bald wieder bei ein paar hundert Pageviews pro Tag einpendeln. Ich Löli habe gedacht, der Facebook – Account sei sowas wie die *Geheimwaffe* von Chnübli. Aber solange es nicht das Gestaggel vom Getwitter ist, dass dem Blog Konkurrenz erwachsen lässt, ist die Welt für mich noch in Ordung.
    Naja – für mich ist ein Arzt halt erst Arzt, wenn auch auf dem Papier Doktor steht, daher meine Kurzvariante zum Thema Studierzeiten. Wieso müssen Tierärzte dann besonders viel arbeiten, ist die Völlerei nicht ein menschliches Übel? Ach, ich hätte ja so gerne gewusst, was die (männliche) Leserschaft Dir am liebsten unter den Weihnachtsbaum gelegt hätte – könntest natürlich eine dementsprechende Umfrage starten und meine Neugier wäre schon gestillt, wobei natürlich die persönliche Wunschliste nicht dem entsprechen muss, was andere gerne schenken möchten – aber ich mag meine Neugie auch bis im Februar zügeln.
    Ich kenne einen Ort – da kriegt man garantiert ungepulverten Glühwein, speziell wenn man die klassische Solothurner Weihnachtsvariante weihnachten würde.
    Und wären extrem schöne Strümpfe für Chnübli last but not least nicht auch etwas für “Mann”? Wie ja eben fast alles für die Frau Doktor Chnübli schlussendlich “Mann” zutiefst beeindruckt?

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