Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für den 27, Dez, 2009

Geografie im Tagi-Online

27. Dez, 2009

Irgendwie finde ich es bedenklich, wenn man in der Geografie so einen Fensterplatz gehabt hat und dies erst auf ein Mail hin korrigiert.

Korrigenda: Es war nicht die Strecke Bremgarten – Ebikon, nicht Bremgarten – Berikon, sondern die Hauptstrasse zwischen Bremgarten und Rottenschwil, dafür musste man aber auch beim Tagi die Medienmitteilung der Polizei abwarten.

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Schlechte Verlierer III

27. Dez, 2009

Die Post, respektive die Schweizer Post. Nicht nur der Knatsch in der Teppichetage wirft momentan ein schlechtes Licht auf die ehemals stolze Post. Immer weiter wird der “Service Public” abgebaut, an verschiedenen Orten müssen Sie sich bereits kurz nach Mitternacht zu einem Posteinwurf schleichen, damit Sie noch in den Genuss des A-Post-Versprechens kommen: “Heute aufgegeben – morgen zugestellt”. Noch vor Jahren gab es z.B. im Kanton Zug einige Briefkasten, da konnten Sie bis Sonntagabend um 19.00 Uhr die Post einwerfen – heute gibt es meines Wissens noch einen Briefkasten, der bis 15.00 Uhr solche Postsendungen schluckt. Nicht gerade eminent wichtig, aber ein Zeichen für den schleichenden Abbau. In Randregionen ist es noch viel schlimmer.

Im Schutze des Prädikates “Staatsbetrieb” versucht die Schweizer Post auch, was Swisscom als Staatsbetrieb Milliarden gekostet hat, nämlich die Expansion ins Ausland und um solche irrwitzige Vorhaben zu finanzieren, wird auch schon mal laut über eine “Briefkastengebühr” nachgedacht – Sie haben einen Briefkasten, also bezahlen Sie schon mal eine Jahrespauschale, damit sich die Post an ihren Priefkasten erinnert. Auch sonst geht es bei der Post schon zu und her, wie bei jeder Bank. Ständig werden neue Abgrenzungen erfunden, damit Sie auf jeden Fall für jede Dienstleistung separat noch zusätzlich bezahlen müssen.

Zu einem schlechten Verlierer wird die Post aber erst mit folgender Tatsache: Damit man sich auf der Teppichetage ein bisschen teurere Havannas leisten kann, werden die Vergütungen des Verwaltungsrates von 1.9 Millionen Schweizer Franken auf rund 5.8 Millionen Schweizer Franken angehoben.  Jetzt dürfen Sie selbst überlegen, wieviele Pöstler davon ernährt werden könnten.

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Schenkt mir 100’000

27. Dez, 2009

… zum Jahresende. Liebe Leser und Besucherinnen meiner Homepage. Bei 90’500 “Page views” (Blog, knapp 37’000 und Homepage, ergo 54’000) bis jetzt im Monat Dezember, sollte es ein leichtes sein, die durchschnittlich 3’351 Seitenansichten pro Tag aufrecht zu erhalten und mir zum zweijährigen Bestehen dieser Homepage eine runde 100’000 per Ende Dezember zu schenken. Was Sie dazu machen müssen? Natürlich können Sie meine Homepage wieder einmal von A – Z durchschauen, aber eigentlich genügt es, wenn Sie mich einfach wie gewohnt besuchen.

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Schlechte Verlierer II

27. Dez, 2009

Amerika, nicht nur, dass da einer für den Satz: “Yes, we can.” den Friedensnobelpreis erhält und akzeptiert, er vergleicht den Wert des Friedensnobelpreises auch noch mit der Wichtigkeit des Geburtstages seines Hundes. Die Weltmacht und scheinbar auch führende Nation hält sich den Rest der Welt am Gängelband (wieso kann bald niemand mehr erklären), ist über-bankrott und interessiert sich höchstens am Rande für irgendwelche Umweltbelange. Dafür wird das Kriegsbudget auf 128 Milliarden Dollar erhöht, den Schweizer Banken der Prozess gemacht und gleichzeitig unbeschränkte Geldmittel in die eigene Misswirtschaft gepumpt, jeder Bewohner der Welt als Terrorverdächtiger behandelt, nur bei wirklich Verdächtigen versagt die Kontrolle (wie jüngstes Beispiel anscheinend wieder belegt). Es gäbe eine nicht enden wollende Liste von Argumenten, warum Amerika ein echter Verlierer ist. Ein schlechter kommt hinzu, da die Nation anscheinend nichts lernt.

Anzufügen ist noch, dass der Rest der Welt ein unerklärliches Bedürfnis hat, praktisch alles aus Amerika zu kopieren, manchmal um Jahre verzögert, aber meist im guten Wissen, dass das, was sie kopieren, in Amerika floppte.

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Schlechte Verlierer I

27. Dez, 2009

Mit dieser Überschrift möchte ich einige Verlierer des Jahres 2009 erörtern.

Beginnen möchte ich, wie könnte es anders sein, heute mit der Migros. Wie es die Agenturmeldungen heute überall weiterverbreiten (z.B. Tagi-Online), rechnet der oberste Boss der Migros, Herbert Bolliger, mit der Konkurrenz ab. Auffallend ist dabei, dass er Geschehnisse in Deutschland für die Marktsituation in der Schweiz anführt. (Milchpreissenkung, 7 Euro-Jobs). Dabei brüstet sich die Coop seit Monaten, in ihren Untersuchungen querbeet günstiger zu sein.

Dabei täte es dem Migros-Chef gut, einmal sein orientierungsloses Schiff selbst auszumisten. Umstruktuierungen, Billigstangebote, Quantität vor Qualität, Markenstreben und (im Vergleich zu anderen Anbietern) ein ständiges Reactio anstelle eines Actio prägten nicht nur dieses Jahr, sondern bereits die vergangenen Jahre. Hier einige Punkte:

  • Migros-Classic: Dieses unsägliche “Eigenmarkenbereinigungs-Konstrukt” mit der faden und langweiligen Erscheinungsform reisst keinen Konsumenten hinter dem Ofen hervor. Zugegeben, ich mag mich spontan an keine der verschwundenen Marken erinnern, aber Migros-Classic tönt nicht nur verstaubt, es ruft auch keinen Wiedersehenswert hervor, weil der Namen spartenübergreifend überall gleich öd auf den Produkten klebt. Es ruft auch keine Assoziationen hervor, wie z.B. “Micarna” (MIgros-CARNA=Fleisch)
  • Migrolino: Nicht nur, dass der Name einem Vertriebskanal angeglichen ist, den ich kreierte und in einem schweizerischen Grossunternehmen – zwar weitaus weniger oft, aber dennoch – gebraucht wird. Migrolino hat genau soviel Migros, dass man nicht von arglistiger Täuschung des Kunden sprechen kann. Erwarten Sie allerdings Migrosprodukte und Migros-Preise, so haben Sie sich gewaltig ins Fleisch geschnitten. 1.5 lt Süssgetränk 3.70 usw. Bei Coop Pronto mögen Verträge mit den Pächtern im Argen sein, aber wenn ich dort einkaufen gehen sollte, so habe ich zumindest einen “Baby-Coop”.
  • Fleisch: Bei weitem nicht der einzige Detaillist, der so verkauft, aber halt der, bei dem ich einkaufe. Schwammvoressen, Schrumpfschnitzeli, Spritzsaucissons, Schwimm-ghacktes, Stundenkau-Steaks, notabene zu einem weitaus teureren Preis als vor Jahren, wobei Produzenten (da weigere ich mich “Bauern” zu sagen) prozentual und oft auch real einiges weniger erhalten.
  • China-Import, ich wage die ungeprüfte Behauptung, dass sicherlich 30% der Non-Food Artikel aus China kommen. Dies ist per se nicht zu verurteilen, hat aber oft mit einer gewaltigen Qualitätseinbusse zu tun. Viele dieser Artikel könnten (unwesentlich teurer) auch in der Schweiz oder Europa produziert werden, wenn denn nicht nur die Migros sondern auch andere Detaillisten mitziehen würden.
  • Qualität: Die Migros unternimmt einiges, welches auch auf Nachhaltigkeit abzielt, aber es kommt nicht “rüber”.
  • Profil: Heutzutage tanzt die Migros auf jeder Hochzeit mit, ohne sich irgendwo speziell zu profilieren, weder im Preis, noch in der Qualität, noch bei der Nachhaltigkeit – es gibt also KEIN Argument, vermehrt (oder ausschliesslicher) in der Migros einzukaufen.

Bedenkt man, dass dieser Zustand schon einige Jahre anhält, ist es nicht verwunderlich, wenn die Beliebtheit (respektive der Umsatz) stagniert, rückläufig ist oder einbricht. Kritik an allen anderen (komisch, die Steigern ihr Ansehen) ist hier etwa so fehlgeleitet, wie Eigenlob. Vielleicht sollte man die ganze “HSG-Abteilung” der Migros wieder einmal auflösen und dafür ein paar Macher einstellen, sowie ein Unternehmen hinstellen, welches vielleicht nicht ganz alles anbietet, dafür das, was es anbietet in unvergleichlicher “Preis-Leistung” (auch in ökologischer Hinsicht) oder noch viel effektiver in einmaliger Qualität. Als Unternehmer wäre es mir lieber, einmal stagnierende Zahlen zu liefern, weil ich verzichtet habe, Ramsch zu verkaufen, als zu jammern, dass “wir” nicht besser sein können, weil alle anderen auch schlecht sind.

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