Dieser Artikel behandelt die Themen Zeit, Adventskalender, Sondersteuern für Boni, Drängeln auf Autobahnen, Stau.
Ich mag für andere ziemlich kompliziert scheinen, bin aber extrem einfach gestrickt. Im Blog zeigt es sich so. Ich ärgere mich, ich schreibe darüber. Ich freue mich, ich schreibe darüber. Ich sehe etwas besonderers, ich schreibe darüber. Extrem einfach.
Wenn da nicht noch der Faktor ZEIT wäre. Zeit kann verhindern, dass ich über Ärgernisse schreibe, über Positives oder einfach “Aufgeschnapptes”. Meistens bin ich ja abends oder nachts aktiv (zum Teil werden die Artikel dann zeitverschoben in die Öffentlichkeit entlassen), aber auch ich brauche ein bisschen Schlaf und so darf es höchstens einmal 4 Uhr werden – ansonsten ist 2 Uhr so ziemlich das Limit, klingelt doch der Wecker immer morgens um sieben.
Nehmen wir einmal den Adventskalender. Das erste Mal habe ich auf ein frei verfügbares Basis-Script gesetzt (vielen Dank), dann kam aber die Anpassung der Farben, Hintergrundbild, die Selektion von 24 Bilder (aus einem Fundus von gut 10’000 Bilder), Hintergrundmusik (dezent, stimmungsvoll, nicht nervend usw) und die Auswahl von Sinnessprüchen zu den Bildern (Lesen von unzähligen Sinnessprüchen aus unzähligen Quellen um die Reduktion auf 1 Spruch zu machen) – so ist es nicht verwunderlich, dass ich gestern Nacht gerade einmal die Tage 13 – 19 geschafft habe in 4 Stunden. (Wobei zugegebener Massen eine Antwort auf ein E-Mail noch ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm). Verstehen Sie mich nicht falsch – seit ich den ersten Adventskalender Online stellte mache ich immer wieder einen, einfach mache ich es mir dabei nicht. Nehmen wir dieses Jahr, ich wollte unbedingt ein Bild der neuen Triftbrücke (Brücke – Sinnessprüche à gogo) einbauen – Ich habe auch Aufnahmen der Brücke, jemand stand stundenlang an der Talstation Triftbahn an, um mir Bilder zu bringen. Die Triftbrücke (oder überhaupt eine Brücke) ist nicht dabei.
Freude habe ich, dass mein Adventskalender an einigen Orten verlinkt ist – und nein, ich habe niemanden darum gebeten und auch niemanden darauf aufmerksam gemacht.
Etwas ganz anderes – in der letzten Ausgabe der TCS-Zeitung wurde über “Drängler” geschrieben (habe mich in diesem Blog schon mehrmals darüber geärgert) und es wurden die Berner und Zuger Polizei erwähnt, die erfolgreich ein Messgerät in einem Verfolgerfahrzeug einsetzen, um dieser chronischen Unsitte Meister zu werden. Nach meinen Erfahrungswerten von dieser Woche (187 km Autobahn) und einem ausgeklügelten Berechnungssystem (Handgelenk mal Pi) werden diese zwei Polizeikorps mindestens 7819 Jahre brauchen – oder etwa 7779 Jahre über das Ende der Verfügbarkeit von Benzin hinaus – um geschätzte 30 Prozent der Autofahrer(innen) dazu zu bringen, wenigstens die Hälfte des vorgeschriebenen Abstandes einzuhalten. Eine weitere Unsitte auf den Autobahnen ist auch das “Blinker raus, ausscheren”, täglich zu beobachten auf der A1, A2 usw… den Verkehr beobachten und ausscheren wenn es “sicher” ist, ist definitiv so was von out – für was haben Fahrzeuge auf der linken Spur Bremsen, wenn nicht um eine Lücke zu schaffen, wenn “man” überholen will.
Noch etwas anderes – es scheint, dass endlich Bewegung in die “Boni-Debatte” für “Ultra-Risiko-Bankgeschäfte” und deren Spekulanten kommt. England will den Unternehmen für einen Bonus über £ 25’000 pro Individuum eine 50% Steuer anhängen. In meinen Augen keine schlechte Idee um gewisse Unternehmen (und deren Boni-jäger) auf den Boden der Realität zurückzuholen. Würde man diese Steuer auch noch auf Tradingfirmen ausbauen, würde Hinz und Kunz nicht nur von sinkenden Rohstoffpreisen profitieren, nein, der Staat könnte Einkommen bis zu (z.B.) 100’000.– Franken von sämtlichen Steuern befreien.
Autobahn II – Sind Sie letzthin auch wieder einmal an “Ausstellplätzen für LKWs auf Autobahnen” vorbeigeschlichen? Vielleicht sogar stundenlang im Stau gestanden? Das Handling und die dazu gehörenden Behinderungen spotten jeglicher Koordination und bei Dunkelheit ist Knutwil etwa so gut sichtbar signalisiert, wie ein getarnt rumliegender AdA im 5. WK.
Autobahn III – kurz nach der Verzweigung Wiggertal steht auf einer Tafel “Luzern 50 km”. Nun, ich habe ja keine Ahnung, wer wo die Punkte setzt, von denen gemessen wird, auf jeden Fall habe ich nach 50 zusätzlichen Kilometern nicht nur den Abzweiger in Luzern längstens passiert, ich war bereits kurz vor der Ausfahrt “Gisikon-Root” und nur noch wenige Minuten von meinem trauten Heim entfernt.
Autobahn IV – Haben Sie sich auch schon über “falsche” Verkehrsmeldungen geärgert. Ärgerlich ist, wenn man in einen kilometerlangen Stau gerät, der nirgendwo vermeldet wird oder wenn die Meldungen schlichtwegs falsch sind. Würde ich die (nachprüfbaren) Verkehrsmeldungen vom Mittwochmorgen als Basis nehmen, könnte ich mit Fug und Recht behaupten, dass 2/3 der Verkehrsmeldungen falsch sind und zwar ging das so:
- Stau vor dem Rastplatz Knutwil (wegen den Lastwagen) – korrekt
- Stau vor einer Tagesbaustelle auf der Höhe Sursee Richtung Basel (3 Minuten nach meiner Durchfahrt) – da war KEINE Baustelle, allerdings war eine Tagesbaustelle Richtung Luzern aber kein Stau – ergo falsch (falsche Richtung, falsche Meldung)
- Stau nach einem Unfall vor der Verzweigung Wiggertal (ca. 5 Minuten vor meiner Durchfahrt), der Unfall war zwar da, aber nicht die Spur eines Anzeichens eines Staus – ergo falsch.
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