Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für den 10, Dez, 2009

Billig, billiger, Swisscom?

10. Dez, 2009
So werden Leser gelockt...

So werden Leser gelockt...

Billig, weil hier Gehirnmasse gratis malträtiert wird.

Ja, Sie haben wohl gedacht, wowww, dass Sexportal der Swisscom-Tochter Bluewin entdeckt zu haben.

Vielleicht dachten Sie aber auch, dass es langsam ziemlich “nackig” zugeht, auf Bluewin.

Vielleicht aber haben Sie sich auch gefragt, was für ein – entschuldigen Sie mein hartes Wort – “Scheiss” sich hinter dieser Schlagzeile verbergen soll.

Also vermutlich ist es so – irgend ein mittelmässig blonder Online-Stift wurde wahrscheinlich von den obersten Swisscom-Bossen beauftragt, für mehr “Page-Impressions” zu sorgen, damit man potenziellen Werbekunden hohe Besucherraten verklickern kann und hat seine absurdesten Phantasien in diesen Teaser (“Zückerli”) getippt, damit möglichst viele Leser darüber stolpern.

Ach ja, sollten Sie darauf geklickt haben, oder es noch wollen, werden Sie ab spätestens 2 grauen Gehirnzellen versuchen eine Verbindung zwischen dem Schlagzeilentext und den gezeigten Fotos herzustellen.

Sollte es Ihnen nicht gelingen, werden Sie wahrscheinlich zur grossen Mehrheit gehören – gezeigt werden 41 Bilder von bedjump.com oder anderst gesagt, 41 Fotos von voll bekleideten Menschen, die mehr oder weniger originell auf ein Bett springen, oder über einem Bett schweben. Erotikfaktor cirka minus 100. Zusammenhang mit dem Teaser-Text etwa minus 1000. Ok, nein, Bett stimmt ja, seien wir gnädig und bleiben bei Minus 500.

Sollten Sie jetzt Lust haben und selbst versuchen “originell” zu werden, können Sie hier die Fotos anschauen und sich hier spontan bei der Swisscom-Tochter  Bluewin als Online Redaktor bewerben – macht nichts, wenn Sie nicht schreiben können, schlimmer kann es eigentlich nicht werden.

Eigentlich müsste man direkt vom obersten Boss der Swisscom Schmerzensgeld fordern können, wenn man mit solch absurdem Geschreibe konfrontiert wird.

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Tapfer

10. Dez, 2009

Meldungen die der Blick “exklusive” unter die Menschheit verbreitet, erreichen mich immer erst mit reichlich Verspätung, zumal sie ein paar Tage später meist korrekter oder korrigiert daherkommen.

Der Schlatter lässt sich also nicht impfen – genau der Schweinegrippe-Schlatter, der Schlatter, welcher schon monatelang im Auftrag des BAG weder witzige noch wirklich informative Werbespots auf fast allen TV-Kanälen verbreitet. Ausgerechnet Der!

Und? Ich habe mich auch nicht impfen lassen (nicht, dass ich jetzt gemäss der Umkehrtheorie auch für das BAG TV-Spots machen würde, nein). Auch sonst kenn ich noch eine handvoll Menschen, die sich nicht impfen liessen.

Der Schlatter hat es nicht gemacht, weil sein Hausarzt ihm abgeraten hat, nicht einfach so, sondern weil er in Behandlung sei und Medikationskonflikte entstehen könnten. Ein verständlicher Grund.

Irgend jemand (vielleicht jemand vom BAG) hat auch einmal gesagt, die Impfung sei empfohlen für Risikogruppen. In der offiziellen Stellungsnahme des BAG zu diesem exklusiven Blick-Aufhänger schreibt das BAG dann:

Wer nicht krank werden will, kann sich impfen……

Nur, liebes BAG, das ist ja auch geschwindelt, da man:

  1. Auch von der Impfung krank werden kann (oder Krankheitssymptome zeigen kann)
  2. Die Wirkung der Impfung nicht 100% ist, sondern nur etwa bei 70 – 80 % der Geimpften auch die gewünschte Wirkung zeigt.
  3. Ein mutierter Virenstamm unterwegs sein soll, den die aktuelle Impfung nicht kratzt.

Nun, nach nicht 100 prozentiger Sicherheit, aber mindestens durch einen Arzt diagnostizierten Fall von Schweinegrippe wäre ich auch angesteckt worden, hatte meinen Mega-Fieber-Tag, Gliederschmerzen usw… halt was so einhergehen soll mit dem bösen Virus. Ob ich dabei andere Leute mit ins Verderben gezogen habe, weiss ich nicht, erstens kann man die Krankheit ja VOR Ausbruch bereits weiterverteilen und anderseits befinde ich mich öfters in der Nähe von unzähligen Menschen und wer weiss……?????

Soeben kam im Radio in den Nachrichten, dass das BAG verlauten liess, der Zenith der Schweinegrippe-Erkrankten sei überschritten (Orakel Nummer 283 im Zusammenhang mit der Schweinegrippe durch das BAG), womit der Laie nun vorausschauend einmal folgende Zwischenbilanz ziehen könnte:

  • Bestätigte Schweinegrippe-Kranke per dato (6.12.): 10’580 (2 Millionen Kranke wurden angekündigt, 13! Millionen Impfdosen gekauft)
  • Bestätigte Hospitalisierungen per dato: 250  – Prognose (sind wir grosszügig mit Zahlen) 500 Hospitalisierungen, dann bleiben für die saisonale Grippe (normale Grippe) noch 500 – 4500 Hospitalisierungen übrig.
  • Bestätigte Todesfälle durch, mitverursacht oder wegen der Schweinegrippe per heute (10.12.) acht Personen – Prognose 16 Personen, dann bleiben für die saisonale Grippe noch immer 384 – 984 Todesfälle (statistische Zahlen des BAG) – oder mindestens das 20fache!

FAZIT: Die saisonale (jährliche) Grippe bleibt nach wie vor gefährlicher, verursacht viel mehr Todesfälle und findet in den Medien praktisch keine Beachtung. Auch zahlt man für die Impfung der saisonalen Grippe im Gegensatz zur Pandemischen Grippe 2009 (H1N1).  Wo bleiben da die Relationen???

Meine persönliche Meinung: Natürlich sind Prognosen immer heikel und hätte man nichts (oder nur im Rahmen der saisonalen Grippe) getan, wer weiss, wie das Resultat sein würde, aber medial und amtlich scheint mit Kanonen auf Spatzen geschossen worden zu sein, während man die normalen Grippe-fälle und Todesopfer als gegeben hinnimmt.

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DRS3 hören macht Spass

10. Dez, 2009
Screenshot drs3.ch mit dem doppeldeutigen Bekenntnis

Screenshot drs3.ch mit dem doppeldeutigen Bekenntnis

Während sich noch immer niemand über den Verbleib der M.B. äussern konnte, beginnt die Zeit der kessen Sprüche, abgedrehten Schlussfolgerungen, nasalen Liebkosungen des Ohres, radiomedialen Fröhlichkeit und der Zeit der Radiozuhörersucht.

Kurz gesagt – Mona Vetsch is on the Air!  9 am – 1 p.m. Schön, dass es Dich gibt, Mona.

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Einfach gestrickt

10. Dez, 2009

Dieser Artikel behandelt die Themen Zeit, Adventskalender, Sondersteuern für Boni, Drängeln auf Autobahnen, Stau.

Ich mag für andere ziemlich kompliziert scheinen, bin aber extrem einfach gestrickt. Im Blog zeigt es sich so. Ich ärgere mich, ich schreibe darüber. Ich freue mich, ich schreibe darüber. Ich sehe etwas besonderers, ich schreibe darüber. Extrem einfach.

Wenn da nicht noch der Faktor ZEIT wäre. Zeit kann verhindern, dass ich über Ärgernisse schreibe, über Positives oder einfach “Aufgeschnapptes”. Meistens bin ich ja abends oder nachts aktiv (zum Teil werden die Artikel dann zeitverschoben in die Öffentlichkeit entlassen), aber auch ich brauche ein bisschen Schlaf und so darf es höchstens einmal 4 Uhr werden – ansonsten ist 2 Uhr so ziemlich das Limit, klingelt doch  der Wecker immer morgens um sieben.

Nehmen wir einmal den Adventskalender. Das erste Mal habe ich auf ein frei verfügbares Basis-Script gesetzt (vielen Dank), dann kam aber die Anpassung der Farben, Hintergrundbild, die Selektion von 24 Bilder (aus einem Fundus von gut 10’000 Bilder), Hintergrundmusik (dezent, stimmungsvoll, nicht nervend usw) und die Auswahl von Sinnessprüchen zu den Bildern (Lesen von unzähligen Sinnessprüchen aus unzähligen Quellen um die Reduktion auf 1 Spruch zu machen) – so ist es nicht verwunderlich, dass ich gestern Nacht gerade einmal die Tage 13 – 19 geschafft habe in 4 Stunden. (Wobei zugegebener Massen eine Antwort auf ein E-Mail noch ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm). Verstehen Sie mich nicht falsch – seit ich den ersten Adventskalender Online stellte mache ich immer wieder einen, einfach mache ich es mir dabei nicht. Nehmen wir dieses Jahr, ich wollte unbedingt ein Bild der neuen Triftbrücke (Brücke – Sinnessprüche à gogo) einbauen – Ich habe auch Aufnahmen der Brücke, jemand stand stundenlang an der Talstation Triftbahn an, um mir Bilder zu bringen. Die Triftbrücke (oder überhaupt eine Brücke) ist nicht dabei.

Freude habe ich, dass mein Adventskalender an einigen Orten verlinkt ist – und nein, ich habe niemanden darum gebeten und auch niemanden darauf aufmerksam gemacht.

Etwas ganz anderes – in der letzten Ausgabe der TCS-Zeitung wurde über “Drängler” geschrieben (habe mich in diesem Blog schon mehrmals darüber geärgert) und es wurden die Berner und Zuger Polizei erwähnt, die erfolgreich ein Messgerät in einem Verfolgerfahrzeug einsetzen, um dieser chronischen Unsitte Meister zu werden. Nach meinen Erfahrungswerten von dieser Woche (187 km Autobahn) und einem ausgeklügelten Berechnungssystem (Handgelenk mal Pi) werden diese zwei Polizeikorps mindestens 7819 Jahre brauchen – oder etwa 7779 Jahre über das Ende der Verfügbarkeit von Benzin hinaus – um geschätzte 30 Prozent der Autofahrer(innen) dazu zu bringen, wenigstens die Hälfte des vorgeschriebenen Abstandes einzuhalten. Eine weitere Unsitte auf den Autobahnen ist auch das “Blinker raus, ausscheren”, täglich zu beobachten auf der A1, A2 usw… den Verkehr beobachten und ausscheren wenn es “sicher” ist, ist definitiv so was von out – für was haben Fahrzeuge auf der linken Spur Bremsen, wenn nicht um eine Lücke zu schaffen, wenn “man” überholen will.

Noch etwas anderes – es scheint, dass endlich Bewegung in die “Boni-Debatte” für “Ultra-Risiko-Bankgeschäfte” und deren Spekulanten kommt. England will den Unternehmen für einen Bonus über £ 25’000 pro Individuum eine 50% Steuer anhängen. In meinen Augen keine schlechte Idee um gewisse Unternehmen (und deren Boni-jäger) auf den Boden der Realität zurückzuholen. Würde man diese Steuer auch noch auf Tradingfirmen ausbauen, würde Hinz und Kunz nicht nur von sinkenden Rohstoffpreisen profitieren, nein, der Staat könnte Einkommen bis zu (z.B.) 100’000.– Franken von sämtlichen Steuern befreien.

Autobahn II – Sind Sie letzthin auch wieder einmal an “Ausstellplätzen für LKWs auf Autobahnen” vorbeigeschlichen? Vielleicht sogar stundenlang im Stau gestanden? Das Handling und die dazu gehörenden Behinderungen spotten jeglicher Koordination und bei Dunkelheit ist Knutwil etwa so gut sichtbar signalisiert, wie ein getarnt rumliegender AdA im 5. WK.

Autobahn III – kurz nach der Verzweigung Wiggertal steht auf einer Tafel “Luzern 50 km”. Nun, ich habe ja keine Ahnung, wer wo die Punkte setzt, von denen gemessen wird, auf jeden Fall habe ich nach 50 zusätzlichen Kilometern nicht nur den Abzweiger in Luzern längstens passiert, ich war bereits kurz vor der Ausfahrt “Gisikon-Root” und nur noch wenige Minuten von meinem trauten Heim entfernt.

Autobahn IV – Haben Sie sich auch schon über “falsche” Verkehrsmeldungen geärgert. Ärgerlich ist, wenn man in einen kilometerlangen Stau gerät, der nirgendwo vermeldet wird oder wenn die Meldungen schlichtwegs falsch sind. Würde ich die (nachprüfbaren) Verkehrsmeldungen vom Mittwochmorgen als Basis nehmen, könnte ich mit Fug und Recht behaupten, dass 2/3 der Verkehrsmeldungen falsch sind und zwar ging das so:

  • Stau vor dem Rastplatz Knutwil (wegen den Lastwagen) – korrekt
  • Stau vor einer Tagesbaustelle auf der Höhe Sursee Richtung Basel (3 Minuten nach meiner Durchfahrt) – da war KEINE Baustelle, allerdings war eine Tagesbaustelle Richtung Luzern aber kein Stau – ergo falsch (falsche Richtung, falsche Meldung)
  • Stau nach einem Unfall vor der Verzweigung Wiggertal (ca. 5 Minuten vor meiner Durchfahrt), der Unfall war zwar da, aber nicht die Spur eines Anzeichens eines Staus – ergo falsch.

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