Ist man gesundheitlich angeschlagen und gönnt man sich einen Heimtag, kann auch die beste Schwitzkur im Bett mit der Zeit langweilig werden und – zumindest in meinem Falle – man stöbert im Internet nach “News”, die meist schon wochenlang die Menschheit nicht mehr beschäftigen.
Heute hörte ich im Radio, dass 13 Millionen glückliche Impfdosen (nicht etwa Büchsen, nein, kommt von Dosis EZ), auf nicht ganz so glückliche Schweizer und Schweizerinnen warten, welche sich der Neuen Grippe (Synonym für H1N1 Grippe, der fälschlicherweise im Volksmund bestens bekannten Schweinegrippe) hingegeben haben oder die Angst mit sich tragen, ebendieser zu begegnen.
Filmriss – 13 Millionen Impfportionen für wieviele Schweizer? – Also ich war ja nie das Mathegenie, dass ich gerne gewesen wäre, aber wie war das, was der Beat Schlatter bis jetzt im TV gekomikt hat? Bis zu 2 Millionen SchweizerInnen können sich mit der Nicht-ganz-Grunz-Grippe anstecken? Das wären dann sehr gute 6 Spritzen für jeden potenziell Zu-Erkrankenden. Ola, es geht noch weiter, eigentlich sollte ja jeder mehr oder weniger gesunde Schweizer und ebensolchige Schweizerin, welche/r von diesem Virus angerempelt wird, die Krankheit ausbaden – gemeinhin die gesündeste Art, der Grippe zu begegnen.
Zudem ist die Impfung, die nächste Woche in die Gänge kommt, respektive für Risikogruppen und Präventiv-leberInnen, nicht frei von Nebenwirkungen und die Inhaltsstoffe nicht unumstritten.
Also was soll man machen? Soll man sich impfen lassen, die Impfung nicht ertragen, an einer “normalen” saisonalen Grippe trotzdem erkranken oder soll man sich ungeimpft den Dingen stellen, die da kommen? Rufen sie mich an, für 4.90 die Minute orakle ich über die Zukunft.
Wie auch immer – Ende der Grippesaison wird die Bilanz wahrscheinlich nicht anders aussehen, wie in vergangenen Jahren. X – Erkrankte, Y – Hospitalisierungen und Z – Todesfälle.
Eine andere Sache, die mir über die Wochen und Monate aufgefallen ist, da gibt es einen Beda Stadler, Professor und Sprachrohr der Immunologie, vergleichbar mit dem “Aviatikexperten Sepp Moser”, der kaum crashed ein fliegendes Objekt über Ursachen orakelt, also der Beda Stadler ist etwas ähnliches in der Schweizer Medienlandschaft, wenn es um Krankheiten geht. Kaum fällt irgend ein Stichwort, sammelt er Medienschaffende um sich, wie es sonst nur noch der Papst mit seinen Schäffchen machen kann, und prophezeit, was noch nicht einmal in den Sternen geschrieben steht. So verkündete er am 14. August das Ende der Schweinegrippe und letzthin den (ungeprüften) Misserfolg eines beinahe schon “hausmittelähnlichen” Rezepts gegen Neurodermitis.
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