Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für den 19, Sep, 2009

Wer nein sagt, ist gegen alles.

19. Sep, 2009

So in etwa tönt das Argument, dass die Befürworter der Tangente Zug-Baar momentan in die Waagschale werfen, oder genauer:

Wer gegen die Tangente ist, ist auch gegen alle anderen Strassen. (Plakatwerbung an Zuger Strassen)

So ein Bocksmist – und (das haben die Befürworter wahrscheinlich noch nicht gemerkt) – pauschalisierte Negativaussagen verleiten auch heimliche UnterstützerInnen einer solchen Tangente zu einer eher negativen Haltung.

Überhaupt, im Kanton Zug gibt es bald nur noch 2 Seen, Gewerbegebiet, Wohngebiet und Strassen. Strassen hier, Strassen da und Strassen überall.

Neben den chronisch verstopften Strassen Cham-Zug, Zug-Cham, Baar-Zug, Zug-Baar, Nidfuren-Zug, Zug-Nidfuren und Oberwil-Zug, Zug-Oberwil, sowie Baar-Autobahnende Sihlbrugg und umgekehrt, herrscht ja auch in Zug, Baar und Cham permanente Zähflüssigkeit, sowohl im Privatverkehr, wie auch im ÖV.

Jetzt ist es schon fast egal, wieviele Strassen noch gebaut werden, die “Staupunkte” Zug, Sihlbrugg, Cham und Baar werden bleiben, so wird sich der Stau einfach von weniger Strassen auf nochmehr Strassen verteilen. So erstaunt es auch nicht, dass neben der neuen Nordzufahrt von Zug weitere gewaltige Projekte entweder seit Jahrzehnten geplant, seit Jahrzehnten umstritten oder auch teilweise schon bewilligt sind.

So ist, z.B. nachdem jetzt zumindest das Autobahnkreuz Blegi halbwegs fertig gebaut wurde schon nächstes Jahr das Autobahnkreuz Blegi mitsamt der Strecke Blegi-Rotkreuz wieder mit jahrelangen Bauarbeiten belegt. 6 Spuren soll die Autobahn erhalten, mitsamt zusätzlichen Spuren zwischen der Einfahrt Steinhausen und der Ausfahrt Cham, was dann insgesamt 8 Fahrspuren ergibt.

Mehr oder weniger parallel erschaffen die Strassenbauer dann noch die Umfahrungsstrasse Cham. Dazu ist der Stadttunnel ein Dauerthema sowie eben die Tangente Zug-Baar.

Würde man all diese Projekte begraben und den ÖV im Kanton Zug (inklusive notwendigen Anschaffungen) gratis oder (mein Favorit) mit 1.– Tageskarten anbieten, könnten wir die (geschätzten) nächsten 100 Jahre vom besten ÖV-Angebot der Welt profitieren.

Übrigens, das Hauptübel sind nicht einmal die geplanten neuen Strassen, wenn aber alle zu einem Nadelöhr führen, nützt die beste Tangente, Umfahrung usw. nichts.

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Fiese Attacke

19. Sep, 2009
Der Badewannestöpsel als Messer

Der Badewannestöpsel als Messer

Dass nicht alles Neue auch besser ist, ist hinlänglich bekannt, dass alles Neue aber auch zusätzlich kostet, ebenfalls.

Die Badzimmersanierung vom Frühjahr schlägt sich mit einer “angenehmen” Mietzinserhöhung nieder. Die Vorteile des neuen Bades herausstreichend, Plättli bis unter die Decke und ein Doppelstecker im Spiegelschrank erlauben es, sich gleichzeitig zu rasieren und die Haare zu fönen.

Leider hat das neue Badzimmer “technische” Mängel, welche in der guten, alten Badzimmersanitär-Handwerkskunst nie realisiert werden konnten, weil einfach die Designer auch noch praktisch veranlagt waren.

Ein kleines Übel ist das ultraflache “Brünneli” – kaum hat es ein bisschen Wasser drin, kann selbst der durch ein menschliches Bedürfnis verursachte Luftzug das Wasser so sehr in Wallung bringen, dass die so aufgeworfenen Wellen über den Beckenrand züngeln und den Badzimmerboden nässen.

Viel fieser, schmerzhafter und sogar blutig können die technischen Errungenschaften in der Badewanne sein. Der gute, alte, jahrhundertealte Stöpsel an der ewigsverkalkten Kette beim Wannenausfluss ist ersetzt durch diesen flachen, drehbaren Schneideteller, welcher dafür ultramodern von den Armaturen aus gesenkt oder geöffnet werden kann.

Mein kleiner Ausrutscher gestern unter der Dusche hat nicht nur fast den halben kleinen Zeh aufgeschlitzt, die Auswirkungen dieser badzimmertechnischen Meisterleistung begleitet mich noch einige Zeit äusserst schmerzhaft in meinen Schuhen.

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Uf u dervo im Bergell

19. Sep, 2009

bergellHörtipp heute mit Dres Balmer – gleich Radio einschalten!!!!

Das Bergell erstreckt sich ja von der obersten (hintersten) Engadiner Gemeinde Maloja (die eben nicht zum Engadin, sondern zum Bergell gehört) bis hinunter nach Chiavenna, ein malerisches, uuriges Tal und wenn man im Oberengadin langsam genug hat vom Schnee im Frühjahr, holt man sich schnell ein bisschen mediterranes “Feeling” im Bergell.

Nicht nur die besondere Sprache der Bergeller, auch sonst gibt es einiges zu entdecken, kulturell und landschaftlich, auch das, was ich versprochen habe, nie detaillierter zu erwähnen.

Besonders freut mich, dass in Castasegna auch die “Locanda Roccabella” erwähnt wird. Dort habe ich dieses Jahr mein (nicht-ganz-Schwiegermutter) Muttertagsessen genossen (Essen, prädikat: genussvoll). Im herrlichen Blumengarten blühten damals nebst Feuerlilien (welche bei der Nicht-ganz-Schwiegermutter im Engadin JETZT blühen) unzählige weitere Blumen. Auch der Kastanienwald ist – nicht nur im Herbst – einen Besuch oder Verdauungsspaziergang wert.

Viel besser als ich es aber hier beschreiben kann, ist, den Ausführungen von Dres Balmer zu lauschen. Dieser Mann verdient einen Orden für seine informativen und sprachlich (…. da gibt es einfach kein Wort dafür) spannenden Erzählgeschichten.

Einen direkten Link zu DRS 3 finden Sie hier.

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Wo ist Madame Göpferli

19. Sep, 2009

Natürlich habe ich auch diese Woche Radio gehört, wie immer, DRS3. Eigentlich ist es eine lange Zeit, seit FM, Röbi Koller, Luzia Schmid und wie sie alle hiessen. Ich mag mich auch noch so vage erinnern, dass ich einmal bei Danielle Hubacher den “Bäsefrässer” gewonnen habe und ein T-Shirt gewann (Giftgrün mit rotem (oder pink) Aufdruck – ich hab mich irgendwie geschämt, es zu tragen). Das war noch zu einer Zeit, wo man eine ganze Stunde WuKo inklusive hatte.

Heute ist alles anders und trotzdem bin ich immer noch bei DRS3 geblieben – es passt, meist. Und wenn es nicht passt, dann vermisst man es, wenn das Nichtpassen fehlt. So habe ich diese Woche die gelegentlichen Kindergartenstunden mit der Tante Meret nicht gehört. Ist sie in den Ferien?

Übrigens – irgendwann wollte ich sie (die Madame Göpferli, läck, lili) ja mit dem Quasselphilipp von DRS1 verbandeln. Geht nicht, er hat geheiratet.

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