Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für den 14, Sep, 2009

René Kuhn, schlimmer gehts immer II

14. Sep, 2009

ER (oder irgend ein Spezi) hat es geschafft, Vorlage Nr. XY von Data Becker (ES IST TATSÄCHLICH VON DATA BECKER) zu finden und schon hat der Vogelscheuchen-SVP-Politiker und heutiges “Nur-SVP-Mitglied” René Kuhn zumindest seiner Homepage ein peppiges Auftreten verliehen. Leider ist dabei seine Schreibe qualitativ nicht wirklich mitgewachsen.

Noch einmal suhlt er sich im globalen Bad (Russland, Litauen, China usw… ), welche alle mit kompletten Unverständnis über seine beschnittene Meinungsfreiheit, sowie das vogelscheuchenhafte Auftreten der linken Frauen (ehrlich, die färben sich noch immer nicht die grauen Haare) berichtet haben sollen.

Der Mann, der schon mal heiratswillige “Schönheitsengel” aus fremden Ländern in einschlägigen Postillen ziemlich hüllenlos anbot, bei einem ehemaligen Arbeitgeber einen fristlosen Abflug sich leistete weil er es mit den Finanzen anscheinend nicht so genau nahm (gemäss Blick und anderen Quellen) und auch schon persönliche E-Mails politischer Gegner (auszugsweise) auf seiner Homepage veröffentlichte (da läuft ein Verfahren in Luzern) scheint nach wie vor überzeugt zu sein, dass dies ein Durchschnittslebenslauf eines SVP-Parteimitglieds oder zumindest die richtige “Rechte” Parteigesinnung ist. Auch gibt es im Ausland – vorallem in den ehemaligen Ostblockländern – nur studierte Beautyqueen-Mamuschkas, die sogar mit D&C oder Gucchi (abgeändert) Handtäschchen ins Bett steigen. Googlen Sie mal nach “Russische Frauen” und nehmen Sie sich die Mühe, einmal die Begleittexte zu lesen.

Dieser René Kuhn wird uns nun mit einem Buch beglücken, vielleicht mit dem Titel:

Die Leiden des R. K. mit Schweizer Frauen

Wobei er sich schon mal ganz unbescheiden mit der Eva Herman vergleicht, die mit ihrem Buch “Das Eva Prinzip….” persönliche Prügel einstecken musste, aber einen Bestseller schrieb.

Wenn Sie nicht gerade zur “Barbie-Herdputz-Kindermaschine-Putzfrau” Spezie gehören und vielleicht ein liberaleres Frauenbild vertreten als gewisse SVP-ler, dann entlocken Ihnen Kuhns Ausführungen vielleicht einen Hinweis, warum sich die Menschheit schlussendlich selbst von diesem Planeten eliminiert.

Zwei erstaunliche Dinge gibt es noch zu berichten:

1. Der “Besuchercounter” – wahrscheinlich das Wichtigste an Kuhns Homepage – hat jetzt links oben den prominentesten Platz ergattern können und einen sagenhaften Sprung über das Wochenende machen können.

2. Die linken Vogelscheuchen haben – gemäss Kuhn und einigen seiner Gefolgsleuten – scheinbar ihre Verwahrlosung abgelegt und seit seinem Artikel merklich aufgerüstet. Wir warten gespannt auf entsprechende demagogische Studien, die diese Aussage unterstützen.

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Das Märchen vom bösen Wolf

14. Sep, 2009

Ein Jungwolf in der Schweiz - Bild mko

In der Schweiz sömmern etwa 250’000 Schafe im Sommer auf verschiedensten Alpen. Meist unbehütet und ungeschützt. 8’000 – 12’000 von diesen Schafen finden den Heimweg nicht mehr. Diese Schafe werden NICHT abgegolten. Der Wolf (oder die Wölfe) reissen cirka 200 Schafe pro Sommer (oder weniger).

Die Schafhirte laufen “Amok” wegen den ca. 200 gerissenen Schafen, die ihnen vom Bund abgegolten werden, weil der Wolf die Tiere bei meist komplett ungeschützen Herden holt, lassen daneben aber Tausende von Schafen  in den Alpen “verrecken”. Diese Doppelmoral hat nichts mit Tierschutz, Tierliebe oder sonst was zu tun, sondern tönt nach einfach nach Rufmord und dem Ablenken von weitaus grösseren “Haltermängel”.

Quellen: Tagesanzeiger, Kora, Bund, Schweizerbauer, WWF, Schafzüchterverband

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Von der Alp auf den Tisch*

14. Sep, 2009

*Originaltitel des Migros-Newsletters vom Sonntag, 13. September 2009

Als praktizierender Migros-Kunde erhalte ich wöchentlich den Newsletter und habe natürlich diese Nachricht mit Interesse gelesen. Schliesslich war ich dieses Jahr auf unzähligen Bergen mit unzähligen Alpen und gerade letztes Wochenende vergnügte ich mich (ausgezeichnet) wieder auf einer Schlafhöhe von knapp 2000 Meter und erwanderte unter anderem die Alp Grüm.

Also gut – dann las ich da beim Newsletter:

Frisch aus den Alpen

Der Sommer ist vorbei, behagliche Stunden stehen vor der Tür. Die Migros rüstet sich für den Nachsommer. Stimmen Sie sich jetzt mit fruchtigen und schmackhaften Produkten direkt von der Alp auf den Herbst ein. Und gemütliche Abende in der warmen Stube sind Ihnen garantiert…» Mehr

Logisch drückte ich auf “Mehr” und landete bei der Migros bei der Wochenaktualität, dort gibt es folgendes zu kaufen oder machen:

  • Traubendegustation                  – Auf einer Alp – NEIN
  • Flugdrachenbasteln                  – Auf einer Alp – NEIN
  • Mischpilze                                     – von einer Alp – NEIN
  • Rotkraut                                        – von einer Alp – NEIN
  • Sauerkraut                                    – von einer Alp – NEIN
  • Rehpfeffer                                     – von einer Alp – NEIN
  • Hirschpfeffer                               – von einer Alp – NEIN
  • Morchelsauce (Beutel)            – von einer Alp – NEIN
  • Vermicellespresse                    – von einer Alp – NEIN

LIEBE MIGROS-MENSCHEN – jetzt weiss ich genau, was von der Alp auf den Tisch gekommen ist.

Postscriptum 1: Bei der Lektüre des MigrosMagazin (nein – ich habe meines explizit abbestellt) – wurde ich auch nicht weiter fündig – ausser den paar “Heidi-Produkten” – die ganz am Schluss beworben wurden und die soviel “Alp” gesehen haben, wie ein Holländer, der nie über seine Landesgrenzen hinaus kam.

Postscriptum 2: Ich fordere die Migros heraus, mir die Produkte zu nennen, die effektiv “Von der Alp auf den Tisch” (via Migrosladen) kommen zu nennen. Dafür habe ich ihnen heute eine Anfrage zugestellt mit folgendem Wortlaut:

Newsletter vom 13. September 2009
“Von der Alp auf den Tisch”
Sehr geehrte Damen und Herren

Dieser Titel des Newsletters hat mich natürlich neugierig gemacht, wie auch der kleine Beschrieb: “… Stimmen Sie sich jetzt mit fruchtigen und schmackhaften Produkten direkt von der Alp auf den Herbst ein…. ” (Zitat Newsletter)
Der Link zu diesem Artikel verweist zwar auf ein schönes Bild eines Alpabzuges hin, aber auf kein Produkt, dass nur annähernd direkt von einer Alp stammen könnte.
Deswegen meine Fragen:
1. Gibt es in der Migros überhaupt ein “Standard-Produkt”, dass DIREKT von der Alp auf dem Tisch landen könnte. (Ohne Weiterverarbeitung im “Tal” oder ähnlichem).
2. Ist ein solches Produkt landesweit erhältlich.
3. Wie hoch und wo würde sich diese Alp befinden.
4. Wie ist diese Alp erschlossen (LKW, Fabrik usw)
5. Welches Produkt/welche Produkte hätten mit dem Titel des Newsletters, respektive “Link” beworben werden sollen.

Mit freundlichen Grüssen
…..

Versandt: Montag, 14. September 2009, 15.10 Uhr über das Kontaktformular der M-Infoline

Interessant wird nicht nur die Antwort sein, sondern vielmehr auch noch das Handling, d.h. wann und wie ausführlich die Migros dazu antworten wird. Sie werden es erfahren.

Edit: Natürlich hat die Migros ihre “aktuelle Seite” am Dienstag auch den Aktionen angepasst, jetzt werden dort einige “Heidi”-Produkte beworben. Dass die Migros ihre Produkte (Milchprodukte) nur mit “Bergmilch” deklariert, oder Bergkäse oder ähnlichem hat folgenden Grund: Nur Milch von der Alp, welche auf der Alp zu den Milchprodukten verarbeitet wurde, darf den Namen “Alpkäse” verwenden. “Bergmilch” hingegen wird in etwa von 40% der Schweizer Kühen “produziert”, wie auch ca. 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in den Bergzonen liegt. Zudem werden Heidi-Milchprodukte (ausser Bergkäse) zentral verarbeitet. Während die teureren “Heidi”-Produktepreise suggerieren könnten, dass sich die Migros auch finanziell für die Bergregionen einsetzt, wird dies z.B. auf der Homepage der Elsa (Milchverarbeitung Migros) explizit verneint.

Während “Heidi”-Fleischprodukte bei der Firma Spiess hergestellt werden – die ebenfalls eine fast rührende “Familiengeschichte” wert waren in einem diesjährigen Migros-Magazin. Dumm ist nur, dass die Firma Spiess zu 100 % der Orior Gruppe gehört, welche wiederum von der Capvis kontrolliert wird. Capvis ist eine reine Finanzinvestorengesellschaft mit Beteiligungen an Phonak, Stadler Rail, WMF, de Sede usw. 13% des Capviskapitals kommt aus der Schweiz.

So funktioniert das “Berg-Heidi-Image”.

(Quellen: Migros, Elsa, SAB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete), admin.ch, orior.com, capvis.com usw.)

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Gelernt

14. Sep, 2009

Ich habe gelernt, dass ein Jäger 8 (oder 12 – ich hab es schon wieder vergessen) Mungga schiessen darf. Ich habe gelernt, dass es grundsätzlich viele Tierasyle gibt, im Engadin. Ich habe gelernt, dass Hirsche, Hirschkühe und Rehe relativ clever sind und partout nicht mehr dort sichtbar sind, wo man sie sonst das ganze Jahr beobachten kann. Ich habe gelernt, dass die zwei ersten Wochen Hochjagd noch nicht allen Jägern die (erwartete) Beute gebracht haben.

Des weiteren habe ich gelernt, dass es manchmal ein paar Besuche mehr braucht, um ein warmes Willkommen zu empfangen, aber meist gelingt es früher oder später.

Ich habe gelernt (eigentlich wusste ich das bereits zuvor), dass es ziemlich hirnlose Autofahrer gibt (im konkreten Fall 3 Zürcher) – die den Julierpass mit einer Rennstrecke verwechseln. Dass dabei einer seinen Wagen vor meinen Augen nur noch knapp vor dem Abflug bewahren konnte, war reines Glück.

Ich habe gelernt, dass auf der Alp Grüm (auf der Puschlaver Seite des Berninapasses) nicht nur viele Reisende eine Pause einlegen, sondern dass im Bahnhofbuffet das Essen auch wirklich gut (und zu vernünftigen Preisen) erhältlich ist.

Ich habe gelernt, dass wenn “Vogelbeerenbäume” viele Beeren tragen, der Winter streng werden soll. Da die Vogelbeerenbäume fast überall reichbehangen ihre roten Früchte zeigen, gibt es wohl einen strengen Winter.

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