Last remark am 12.8.09, 20 Uhr: Jetzt hat er seit mehr als einer Stunde ein Gästebuch und hoffte natürlich auf Hunderte von Supportern. Nicht einmal mehr seine Stadt-Zuger-SVP-Freunde gewähren ihm die Unterstützung – so schnell hat man sich selbst abgeschossen. Übrigens – einer seiner “Freunde” könnte dem René Kuhn noch behilflich sein… so bei seiner Homepage… und werbefinanzierten Gästebüchern – die paar Fränkli für etwas “Anständiges” sollte der arme Mann alleweil aufwerfen können. Morgens um 2 Uhr waren dann viele Sternschnuppen, aber kein Gästebuch mehr.
Originalartikel>
Ja, jetzt tritt er zurück – aus seinen politischen Ämtern, wie man es auf seiner Homepage lesen kann (www.kuhn-rene.ch).
Lieber Herr Kuhn – jetzt haben Sie ja mal die (scheinbar schon geplanten) politischen Konsequenzen gezogen und sich sogar (unter dem Druck der Öffentlichkeit vermutlich) entschuldigt. Allerdings nicht, ohne sich vorgängig nochmals als Sprecher einer schweigenden “Gemeinsacht” darzustellen. Sie prangern gleich auch noch die Unsachlichkeit an, mit der einige Journalisten ihre Aussagen “verallgemeinerten” und aus “Teil der Frauen” gerade (alle) Frauen gemacht haben – dabei ist es ja gerade ihre politische Gesinnungspartei, die aus einem Scheininvaliden systematisch “Scheininvalide” macht, aus einigen Rasern den ganzen “Ostblock” zu Rasern macht. Der Beispiele gäbe es noch viele.
Ehrlich, dabei müssten wohl sogar sie zugeben, dass es in der prozentualen Summe betrachtet in Russland (ich denke mal von dort stammt ihr Vergleich) nicht mehr bemalte Frauen gibt, wie in der Schweiz. Dass in der prozentualen Summe das Bildungsniveau oder auch die Intelligenz bei russischen Frauen in etwa gleich den Schweizerinnen ist. Vielleicht müssten Sie sogar zugeben, dass “gefärbte” Haare usw noch lange nichts mit den Werten einer Frau zu tun haben.
Last, but not least – der Frauenhandel (oder Partnerin-vermittlung) scheint doch eher die Tendenz zu haben, von Ost nach West zu laufen und nicht umgekehrt – womit man annehmen könnte, dass die Frauen in der Schweiz doch eher zufrieden leben.
Da es jetzt mit der Politik vorbei ist (und möglicherweise auch bald mit dem Job) – wie wäre es wieder mit einem neuen Betätigungsfeld?
Das Sommertheater schlechthin, was Sie uns da liefern… und scheinbar nur ein Ablenkungsmanöver vor den vielen “Baustellen”, die fast im Takt mit den Wimpernschlägen an den Tag treten.
Sie beanspruchen, dass Sie auf ihrer Homepage ihre ganz persönliche (private) Meinung vertreten – bis gestern zumindest waren aber auch viele politische Statements lesbar – wenn Sie also ihre politische Tätigkeit so privatisieren (oder ihre private Meinung so politisieren), dann ist es wohl nur normal – wenn ihre politische Heimat in ihre privaten Statements eingebunden werden.
Zu guter Letzt – dann schreibe ich aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr über Sie – zeigen Sie doch in ihrer persönlichen Selbst-Demontage Grösse – schalten Sie die Chronologie Ihrer Äusserungen auf. Stehen Sie (nicht nur in immer neuen Erklärungen) zu ihrer Meinung, sondern mit der ganzen “Geschichte”.
Wissen Sie – für was ich mich wirklich schäme? Dass Sie scheinbar den “Herrenclub” der Stadtzuger SVP ebenfalls noch für sich einspannen konnten – anderseits disqualifizieren sich diese Herren gleich selbst.
PS: Nur weil ein Lemming sich über die Klippen stürzt und dabei soundsoviele Nachahmer (Gefolgsleute) findet, heisst das noch lange nicht, dass die “Tat”, wie auch das “Motiv” dahinter eine Daseinsberechtigung hat.


2 Kommentare
Dass die Partei ihn fallen lässt, wurde spätestens klar als sogar Natalie Rickli ihm öffentlich die Leviten las.
Erfreulicherweise macht die «schweigenden Mehrheit», die er zu vertreten vorgibt, grösstenteils genau das, was man sich von ihr erhoffen darf: schweigen. Derweil nicht wenige Frauen in Zeitungskommentaren kundtun, wo ungefähr auf ihrer Präferenzenliste das typische SVP-Aushängeschild landet. (Deshalb gibt’s hier ein Online-Casting: Frauen der Grünen und der SP vs SVP-Männer.) Für Kuhn wurde die Sache zu einem riesigen Eigengoal. Immerhin nimmt er nun ja von der Politik Abschied. Ende gut, alles gut…
Ja, das ist wahr… Ende gut, alles gut und wenige Politiker haben das schneller geschafft…
One Trackback
[...] der (ja, ein Mann!) anmerkt, dass Kuhn wohl die unliebsamen Kommentare nicht freischaltet, oder die Randnotizen. Kategorien: Gender & Feminismus, Gesellschaft Tags: Antifeminismus, Feminismus, René [...]