Bundesrat Couchepin tritt Ende Oktober zurück und entzieht damit seinen Kopf dem grossen Aufschrei, wenn denn die neuen Krankenkassenprämien wirklich bekannt werden und überlässt das Buhlen um den neuen Bundesrat sämtlichen Bundesratsparteien, die sich auch mehr oder weniger ungeschickt mit diesem Thema befassen.
Die Regierung beschliesst ein neues Konjunkturpaket über 400 Millionen Schweizer Franken, im Vergleich mit den Geldwerten, die in der Krise vernichtet wurden ist das etwa so, wie ein Tropfen auf einen heissen Stein. Nicht viel besser sieht es aus, wenn man dann nachforscht, wohin das Geld gehen soll. Ich persönlich bezweifle die Wirksamkeit jeglicher Konjunkturprogramme und denke auch, dass damit weder eine Stelle gerettet wird, noch nachhaltig eine Wirkung zeigt.
Doris Leuthard hat noch einen anderen Köcher im Gepäck, auf sFr. 40′ooo.– verzichtend, würde Sie einem Hochschulabsolventen eine Anstellung bieten, für eben diesen Betrag. Letzten Meldungen zufolge sei der IQ im Bundeshaus sprunghaft angestiegen, ob all der Arbeitslosen, die vor Leuthards Büro warten. Da man Sie ja verdächtig, eine Art Vetterliwirtschaft zu betreiben und jemandem aus dem Bekanntenkreis den Job zuschanzen wolle, springe ich in die Bresche – ich würde eidesstattlich Bestätigen, dass ich die Doris Leuthard nicht kenne.
a. Bundesrat Christoph Blocher hat wohl definitiv keine Beratertätigkeit in der auseinanderbrechenden SVP mehr und würde jetzt am liebsten Professor werden. Und weil an der HSG gerade ein Posten frei ist (es irrt, wer jetzt denkt es sei ein Lehrstuhl für Selbstbeweihräucherung) für ein Lehrstuhl der Wirtschaftsethik, hat er sich beworben. Nicht nur, dass es fast an Perversion grenzt, wenn ausgerechnet aB CB über (Wirtschafts-)Ethik referieren sollte, nein auch seine Bewerbung scheint eher ein Pamplet eines Ego-Gläubigen zu sein. Alle Details über seine Bewerbung und seinen Lebenslauf können Sie auf seiner Homepage (nein, deren Adresse ich hier nicht verlinke) nachlesen. Ganz nebenbei scheint er überzeugt, dass “Alterslimiten” nur für andere gelten. – Ach ja, der scheinbare Pluspunkt seiner Bewerbung ist, dass er gratis Arbeiten würde. Mir kommt das so vor, wie wenn er verzweifelt neue Zuhörer für seine Worthülsen sucht – notfalls ohne Buurenzmorge, dafür gratis.
Toni Brunner und seine SVP gaben sich auch schon kämpferischer und möglicherweise fehlt ihnen tatsächlich ein CB, damit man wenigstens etwas hört. Im Zusammenhang mit dem frei werdenden Bundesratssitz weiss die SVP noch nicht, ob sie auch am Bundesratssitz interessiert ist oder nicht. Klar ist, dass man von hüben und drüben in den letzten Tagen Statements gehört hat, welche schon wieder so kindisch waren, dass sich sogar Kinder abgewendet hätten, aber niemand hat so klar ausgedrückt, dass sie keine Ahnung haben, was sie wollen, wie die SVP.

