Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für den Mai, 2009

Jungfraujoch

31. Mai, 2009

JungfraujochJungfrau-SphinxSchneeWir hatten auf unserem Ausflug auf das Jungfraujoch fast mit allen Wettersituationen zu tun. Blauer Himmel auf der Aussichtsplattform mit guter Rundsicht. Auf der Sphinx war es bedeckt und mittelmässige Sicht und als wir wieder von der Sphinx unten waren auf dem Weg zur Mönchsjochhütte, standen wir nach kurzer Zeit in dichtem Schneegestöber.  Das hat sich dann schon bald wieder verzogen und wir gingen nochmals in den Eispalast und auf die Aussichstplattform. Dort allerdings zogen es die meisten Leute vor, im Schutze des Gebäudes zu bleiben, da gerade (leicht) stürmischer Wind herrschte und der “ewige” Schnee sich in Form von spitzigen Eiskristallen auf jede unbedeckte Hautstelle stürzte. Mir hat das Spass gemacht.

Als Fazit gilt: “Bucheli” hat versagt – er hat “nur” schönes Wetter vorhergesagt. Einen einmaligen Tag zu erwischen, ist vielleicht mit viel Glück verbunden, aber wir haben sicher alles gesehen, dass es zu sehen gibt. Es war den Ausflug wert. Auch muss man sich bewusst sein, dass blauer Himmel bei der “Reiseabfahrt” noch lange keine Garantie für blauen Himmel bei der Ankunft ist – aus der Region Zug vergehen sicherlich einmal knappe 4 Stunden, bis man am Ziel ist – und in dieser Zeit kann in den Bergen doch recht viel passieren.

Ich bevorzuge noch immer die Anreise über Lauterbrunnen. Einerseits fasziniert mich das Tal, anderseits finde ich die Fahrt mit der Bahn ordentlich spektakulär. Die Aussicht mitten in der Eigerwand ist genial-einmalig und auf dem Jungfraujoch ist man wirklich hoch. Als Flachländer spürt man definitiv die 3000 Höhenmeter Differenz. Auch dies eine ganz besondere Erfahrung.

Alles über das Jungfraujoch und die Bahnen finden Sie hier. Viel Vergnügen beim Ausflug.

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Caught in the act

30. Mai, 2009


Caught in the act

Ursprünglich hochgeladen von SchweDan

Ein “Voll erwischt” offenbarte sich zuhause beim Bilder anschauen.

Das Bild ist mit meiner flickr – Seite verlinkt, Sie verlassen also meine Homepage beim Draufklicken.

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Iutschin Drifer – wir kommen

30. Mai, 2009

BergdohleAm Snowpenair traf ich das letzte mal den Eugine Driver – heute geht es wieder los. Wussten Sie, dass es um halb fünf am Morgen bereits fast taghell ist?

Auf jeden Fall wollen wir die Jungfrau heute von ganz Nahe sehen – ich glaube, es wird uns gelingen.

Edit:

Natürlich war dies nicht das einzige Bild, dass mehr (Partnerin) oder weniger (meinige) gelungen ist.  Irgendwie bin ich aber der Meinung, dass die Bergdohlen auf 3571 Meter, die auch japanische Wasabi-Gebäckstäbchen verspeisten – viel zu wenig Beachtung erhalten.

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Ich bin krank

27. Mai, 2009

… und kann es mir nicht leisten, dies jemandem zu sagen. Dies könnte ein provokativer Satz in Zukunft sein. Oder wie lässt es sich interpretieren, dass die Krankenkassenprämien für nächstes Jahr wieder einmal im zweistelligen Bereich wachsen sollen?

Der Kanton Zug hat im Jahre 2008 41 Millionen IVP (individuelle Prämienverbilligungen) ausbezahlt, wäre pro EinwohnerIn knapp sFr. 410.–.

Vereinfacht gesagt, kriegt Prämienverbilligung im Kanton Zug, wer mehr als 8% von seinem Nettoeinkommen (+10% Vermögen, abzüglich Kinderabzug von 8’500.–) an Krankenkassenprämien zahlt.  Bei ausbezahlten 41 Millionen Franken müssen das ganz viele Menschen gewesen sein.

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Lieber Tagi 2

27. Mai, 2009

tagi21 Eigentlich sollte es ja “Liebe Tamedia AG” heissen, denn Du bist ja ein Multi-Kulti Unternehmen mit Gratiszeitung, Radio und Fernsehen, ganz vielen sonstigen Zeitungen und soviel ich weiss auch Druckerei(en). Trotzdem, ich sage einfach Tagi – so habe ich Dich vor vielen Jahren kennengelernt.

Also, Du spürst so vieles, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die Abnahme im Inseratenmarkt, die “Unlust” auf Papier zu lesendes zu konsumieren und du spürst auch Deine ureigenste Übermacht im Schweizer Pressemarkt. (An vielen Orten könntest Du Dich höchstens selbst konkurrieren).

Du baust Stellen ab – so gesehen ganz viele Stellen – auch wenn es “nur” über 50 Stellen sind. Dies ist aber rund einen Viertel Deines Redaktionsteams. Du nimmst Deiner Zeitung den fünften Bund zwecks Kosteneinsparung. Und Du glaubst, dass Du damit Deine Auflage zumindest halten kannst, wenn nicht sogar ausbaust.

Ehrlich gesagt, kommt das mir so vor, wie wenn ich von meinem Autobauer bei meinem neuen Auto keine Rücksitze mehr hätte und er “nur” noch ein Modell produzieren würde. Die Rücksitze brauche ich zwar auch nicht – aber ohne die wäre mein Auto nicht mehr “vollständig” – es fehlt etwas, das Gesamtbild wäre futsch und ich schätze es, wenn ich eine Auswahl habe – vergleichen kann.

So gesehen, habe ich bereits heute ein “Problem”. Ich lese den Tagi als Tagi, Den Bund als Tagi, die BZ als Tagi, die Basler Zeitung und auch die Thurgauer Zeitung. Nur noch Tagi. Und weisst Du was das schlimmste ist? Wenn ich Dein Gratisblatt “20 Minuten” lese, habe ich auch irgendwie das Gefühl, den Tagi zu lesen.

Merkst Du etwas? Es kommt mir vor, als sei Deine Zeitung ein Einheitsbrei geworden. (Natürlich gibt es noch so einiges “Besseres” im Tagi – aber es wird immer weniger.) Man könnte sich schon fast darauf beschränken, nur noch Nachrichten zu hören und wäre fast genau so gut informiert.

Weisst Du, was in der Schweiz das beste Indiz ist für 08-15 Einheitsbrei? Wenn sich die SVP-”Rüefi” ärgern über “Linke Presse”, “SP-Parteiblatt” und “Sozi-Geschreibe”. Für die ist nämlich alles neben Rechts(radikal) sofort Sozialismus und Linke Propaganda. Noch vor wenigen Jahren hätten aber genau diese “Leser” dem Tagi abgeschworen, wie der Teufel dem Weihwasser. Der Tagi war anspruchsvoll, man musste sich mit dem Geschriebenen auseinandersetzen und man hatte einen Informationsvorteil. Der “Rüefi” war an Dir gar nicht interessiert, weil er zu “aufgeklärt” wurde. (Dieses Segment deckte einmal der “Blick” ab, die Schlagzeilenleser, Kurzinfo-meinungs-schreier und Stammtischpolitiker). Von der intellektuelleren Seite wird Dir genau dies heute vorgeworfen. Stammtischpolitik, Schlagzeilengeschreibsel usw…

Noch vor Jahren hätte es keinen “Fall Näf” gegeben, das Dossier “Bono” wäre fundiert gewesen, der “Melander” wäre möglicherweise von seinem ursprünglichen Erfinder dokumentiert worden, Bundesratsbashing ein Unwort,  Blocher wäre in den Senkel gestellt worden, usw. – Du hättest Deinen Redaktoren/Journalisten einen Auftrag erteilt, über etwas zu schreiben und Du hättest solange auf Deine Redaktoren/Journalisten eingeprügelt, bis sie alle Fakten zusammen getragen hätten, bis der Artikel “hieb- und stichfest” gewesen wäre. Heute setzen sie sich an die “Gerüchtebörse” – schreiben erst einmal eine fette Schlagzeile und einen Artikel mit ganz viel Luft und warten die Entwicklung ab. Schreien ein paar, bohrt man weiter und verkündet Tage später, dass man einen “Primeur” an die Luft gezerrt hat(te) – schreit keiner, ist es morgen schon kein Thema mehr. Heute hast Du lesekonforme 5-Minutenartikel, Agenturmeldungen, eine “politisch korrekte” Durchschnittszusammenfassung. Wieso soll also ein 5-Minuten-Leser (oder Leserin) bald einmal knapp 400.– aufwerfen für ein Abo, wenn dies ebensogut mit dem Gratisblatt “20 Minuten” in knapperen Worten aber “gleich” abgehandelt wird?

Würdest Du die 50 RedaktionsmitarbeiterInnen wieder mit 50 “pickelharten” Journalisten mit Ecken und Kanten, mit Artikelschreiber, mit engagierten (nicht, dass sich die jetzt nicht engagieren – aber leider mit dem falschen “Leitbild”) Menschen besetzen, mit solchen die vielleicht einmal einen Tag mehr haben, um einen Artikel zu recherchieren, dafür aber fundiert und mit Fakten, ja, dann könnte man ja noch versuchen zu verstehen, was da passiert – aber nein, Du bist der Meinung, dass Du Deine Qualität mit einem Viertel weniger RedaktionsmitarbeiterInnen halten, wenn nicht sogar steigern kannst. Wie soll das gehen?

Vielleicht hat dies aber auch alles einen ganz anderen Grund und Du willst Dich gar nicht an der Qualität messen (lassen). Vielleicht bedeutet Dir fundierter Journalismus gar nichts mehr, vielleicht bist Du genau dort gelandet, wo viele Wirtschaftsunternehmen vor Jahren gelandet sind, nämlich beim schnöden Mammon, dem Shareholder Value, der Gewinnoptimierung, der “HSG”-(Theorie)-Betriebsablaufstraffung, dem Wunsch aus immer weniger immer mehr rauszuquetschen. Vielleicht kannst Du aber selbst die heutigen Marktgeschehnisse nicht richtig deuten. Über Jahre hast Du nun gesehen, wie Unternehmen fusioniert haben, Synergien gesucht haben, optimiert, rationalisiert haben. Betriebs- und Produktionsstätten wurden zentralisiert, zusammengelegt und aufgehoben, Gewinne wurden “künstlich” erwirtschaftet. Den meisten dieser Unternehmen ist eines gemeinsam – die wenigsten Fusionen und Optimierungen haben sich langfristig ausbezahlt, langfristig wurde wieder dezentralisiert, aufgespaltet, abgetrennt, die Unternehmen wieder ausgegliedert. Und während die Grossunternehmen immer schwerfälliger wurden und dadurch auch viel anfälliger auf Veränderungen, entstanden in dieser Globalisierung wieder Nischenplayer. Natürlich bist Du weit entfernt von einem globalen Unternehmen, lieber Tagi, aber vielleicht gibt es für Deine Mutter (Tamedia AG) in ein paar Jahren genau die gleiche Entwicklung, wie für viele Banken, Autofirmen, Fluggesellschaften und Industriekonzerne. Das Kartenhaus fällt zusammen – die Überoptimierung fordert ihren Tribut und man steht vor dem Nichts. Vielleicht wachsen aus den Ruinen wieder neue journalistische Erzeugnisse, kleinere Unternehmen, mit ehrgeizigen MitarbeiterInnen und Chefs, die sich mehr ihrer Arbeit verpflichtet fühlen, wie Renditen – aber sich durchaus im Rahmen der Wirtschaftlichkeit bewegen. Nur, wieso musst Du es allen anderen gleich machen?

Übrigens, und dies als Angebot zur Versöhnung nach dieser Standpauke, obwohl ich bei “Zeitung” wahrscheinlich bis zu meinem bitteren Lebensende an Papier und Druckerzeugnisse denken werde und die tägliche Information gedruckt konsumieren werde, Du stellst Deine Informationen (noch) für jederman ins Internet – und das hat mir auch schon geholfen, indem ich etwas “nachlesen” konnte, oder um Mitternacht ohne Papiergeraschel “Nachrichten” lesen konnte – das finde ich toll.

Dein Tagi-Leser

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Haben Sie gewusst

26. Mai, 2009

…, dass es im Fidelio Bio-Rauchfleisch neben viel Fleisch, Lactose, Sacharose usw UND Sellerie drin hat? Oder im Holzofenfleischkäse neben Traubenzucker, Zucker und Milchzucker auch Geschmacksverstärker? Oder im “Traitafina 0hne E-Stoffe Fleischkäse” neben Soja auch wieder Sellerie? Oder in den M-Budget Speckwürfeli neben Traubenzucker auch Glukosesirup? Oder der M-Budget Cotto (Vorderschinken) gerade mal 80% (Schweine-)Fleisch hat? Oder die Bell-St. Galler Kalbsbratwurst (beim Schweinefleisch zu finden) 39% Kalbfleisch hat, ?% Speck und 23% Milch?

Ich wusste es auch nicht, bis ich heute zufälligerweise etwas im Migros-”Le Shop” nachschauen wollte und allerlei Lustiges fand. Wenn Sie also auch einmal hitzebedingt noch nicht ins Bett hüpfen und sonst nichts gescheiteres zu tun haben – vergnügen Sie sich doch einmal mit den Produktebeschrieben und Inhaltsstoffen die da mit Fleischwaren in unseren Magen reinwandern. (www.leshop.ch).

PS: Was ich gesucht habe, habe ich nicht gefunden.

PSPS: Sollte ich wieder einmal eine schlaflose Nacht haben, vergnüge ich mich bei den Milchprodukten.

PSPSPS: Im Le Shop werden nicht nur Migros-Produkte angeboten. Einige Produkte finden Sie (im Laden) eher bei Coop oder weiteren Vertriebskanälen.

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Denken

24. Mai, 2009

Haben Sie auch schon gemerkt, dass es viele Menschen gibt, die Gesellschaft direkt oder indirekt so definieren, dass sie Gesellschaft und das Wohl der Gesellschaft auf das reduzieren, was “ich” gut finde? Kein Wunder, den meistens wird ihnen vorgelebt, dass jeder sich selbst am nächsten ist.

Unglücklicherweise funktioniert kein Land, kein Kanton, kein Verein und nicht einmal eine Familie nach dem Prinzip “Ich will”. Wenn der Mensch also vergisst, dass es immer zwei Komponenten braucht, damit etwas funktioniert, dann sind wir schon bald soweit, dass ein Haufen Egoisten sich selbst schachmatt setzen, mit dem, was jeder für sich will.

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Spam – more Spam

24. Mai, 2009

Gestern war ein denkwürdiger Tag – mein erstes Mal, als mein Blog so richtig zugespamt wurde.  Über 10 Spams – und die von einem einzigen Anbieter – warteten in meiner Kommentatorenpipline auf die Freischaltung.

Obwohl mein “Spam-Abfang-Tool” Akismet extrem zuverlässig arbeitet und noch nie einen “echten” Kommentar als Spam bezeichnete, anderseits noch nie einen unechten Kommentar nicht als Spam bezeichnete, ärgert einem diese “Zumüllerei” doch gewaltig.

Was bedeutet das für SIE? Es bedeutet halt für Sie einfach ein bisschen Geduld. Geduld, wenn Sie das erste Mal einen Kommentar zu einem Artikel hier schreiben. Geduld, bis ich Ihren Kommentar gelesen habe. Geduld, bis ich Ihren Kommentar freigeschaltet habe. Geduld, bis Sie Ihren Kommentar hier lesen können.

Diese Geduld hat aber auch sein Gutes. Habe ich erst Ihren Kommentar gelesen und freigegeben, können Sie danach jene Menge weitere Kommentare “posten = übermitteln” und Ihr Kommentar wird sofort auf meiner Seite erscheinen. Ich habe Sie quasi als Mitschreiber akzeptiert.

Was ich NIE akzeptiere:

- Spams mit vielen Links, die nichts zum Thema sagen.

- Kommentare wie “Toller Blog” – “Gut geschrieben” UND eine Verlinkung des Absenders mit einer “Gratis-Abzock-Seite”. Ich glaube grundsätzlich NICHT an Gratis-SMS, Gratis-Wasauchimmer. Obwohl, und das weiss ich auch, es durchaus seriöse Anbieter in diesem Sektor gibt. Die brauchen aber keinen Kommentar im Blog, um berühmt zu werden.

- Kommentare, die rassistisch, ehrverletzend oder unter der Gürtellinie sind. Oder kleine blaue Pillen halb gratis versprechen.

Womit es immer noch ca. 98% der Menschheit erlaubt wäre, hier einen Kommentar zu schreiben und den auch hier veröffentlichen zu lassen.

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