Chum mit mir cho plansche

Badzimmer

Badzimmer

… i minere neue Badwanne. Ja schön wäre es ja, wenn es soweit schon wäre.  Nicht nur, dass sicher irgendwo, irgendwer Punkt 7.00 Uhr jemand hämmert, spitzt oder sonst einen durchdringenden Lärm veranstaltet (Gott sei dank konnte ich es regeln, dass an meiner Wohntür nicht geklingelt wird), nein, der (Fein-)Staub steckt überall.

Nicht ganz logischerweise – aber diesmal wirklich – müsste man die Handwerker loben. Sie tun ihr Möglichstes, um die Unannehmlichkeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Höflichkeit, Sauberkeit und auch Rücksicht, darüber kann ich nicht klagen.

Draussen steht ein WC-Container, auch der sauber und ordentlich, aber wer schon einmal nachts um 04.00 Uhr schlaftrunken mit heruntergelassener Pijamahose vor seiner nichtexistenten WC-Schüssel stand, oder morgens um 7.00 Uhr sich bewusst war, dass er nicht 5 Schritte, sondern 150 Schritte bis zur frostigkalten WC Schüssel schlurfen musste, der weiss erst, was die schweizerischen Grundrechte für einen Wert haben ;-) .  Nein, ich bin nicht wirklich ein Weichei – ich habe auch schon Nächte verbracht – sogar schon mehrere Wochen, auf 2000m, wo’s draussen -15, -20 Grad war und drinnen (nachts ungeheizt) nur unwesentlich wärmer, dies sogar in der Schweiz. Nur, dafür wurde ich morgens entweder mit einem fantastischen Alpen-Winter-Sonnen-Morgen oder 1 Meter Neuschnee verwöhnt in sonst unberührtester Natur. Dies kann man nicht mit der jetzigen Situation vergleichen.

Trotzdem, nachdem sich das Bad innerhalb wenigster Stunden total nackt präsentierte und am nächsten Tag bereits wieder verputzt wurde, um am nächsten Tag nochmals einen Putz zu erhalten (und die Badewanne), so scheint die Vorwärtsstrategie ein bisschen ins Stocken geraten zu sein. Die leise Hoffnung, dass bei diesem Tempo die WC-Schüssel vielleicht Ende Woche bereits wieder an ihrer Stelle hängt, hat sich so in Luft aufgelöst, wie die Aussicht auf schöne Frühlingstage. Heute Freitag sollen in meiner Abwesenheit die ersten Plättli ihre neue Heimat finden. Hoffentlich nicht, wie in dieser Nacht geträumt, in der neusten Farbe, die sich meine Partnerin um den Körper legt, Mamba-grün, da hatten meine Augen, trotz Frühlingssehnsuchtsverständnis, einen Aussetzer.

Jetzt ist genug gemotzt – nächsten Donnerstag soll die WC-Schüssel wieder an ihrem Platz sein und ich weiss schon heute, weder die angekündigte Mietzinserhöhung, noch sonst ein unangenehmes Ereignis werden mich davon abhalten, “Das Erste Mal” zu einem Fest der menschlichen Wohligkeit werden zu lassen.

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