Randnotizen
Notizen am Rande – ganz zufällig ausgewählt

Archiv für den Mrz, 2009

Mein Thron

31. Mrz, 2009

723’600 Sekunden (ach ja, so tönt es echt dramatisch) lebte ich ohne Thron. Noch sind die Fugen nicht gedichtet, das “Brünneli” nicht angehängt und – da ungefugt – auch die Dusche nicht zu gebrauchen – aber MEIN THRON hat sich in meine Wohnung zurückgekämpft. Ehrlich, ich gehe jetzt nicht näher auf den ersten Besuch ein, nur soviel, eine Erlösung von ungewollt viel Menschlichkeit war das Resultat.
Jetzt habe auch ich eine Öko-Taste und vermutlich die Garantie, den toilettenlosen Zeiten für eine ganz lange Zeit entflohen zu sein. Der Dank gebührt nicht alleine dem Sanitär, auch der Plättlileger musste voraus effizient arbeiten.

Damit schliesse ich den “intimen” Einblick in mein Privatleben ab.

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UBS-Aktien

31. Mrz, 2009

Bevor mir jemand “Ignoranz” vorwerfen kann. Natürlich bemerkte ich das Steigen der UBS-Aktien. Es gibt auch eine Erklärung. Erstens sackte die Schweizer Börse in den vergangenen Tagen ziemlich stark zusammen und zweitens wurden heute morgen KEINE Gewinnwarnungen veröffentlicht, was für einige Anleger bereits wieder ein “GO” bedeutet. Allerdings ist der Handel bis jetzt auf sehr tiefem Niveau, die grosse Zukunftseuphorie ist noch nicht ausgebrochen, wäre auch verfehlt. Noch sind keine Zahlen bekannt für das heute vergehende Quartal und bis die durchgekaut worden sind, wird sicherlich zögerndes Handeln angesagt sein.

Weitere Artikel finden Sie mit dem TAG: UBS

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Ein kleiner Deckel

31. Mrz, 2009
Ein kleiner Deckel

Ein kleiner Deckel

Umfrage: Unter diesem Deckel (ca. 1.2×1.2 cm) befindet sich ein Hohlraum, in welchem ein Brief steckt, welcher, wenn überhaupt, nur mit den allerhöchsten Kraftanstrengungen rausge”chnüblet” werden kann.

Fischen Sie den Brief raus und lesen den oder lassen Sie den Brief dort, wo er (scheinbar) hingehört?

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Spieglein, Spieglein

31. Mrz, 2009

Spiegel

Spiegel

…an der Wand, wann fliesst das Wasser wieder durch mein WC-Land. Nachdem der Vermieter in seinem letzten Brief noch mit der Schock-Mitteilung aufwartete, dass es möglicherweise bis am Gründonnerstag dauert und in Gedanken sah man sich wegen einer fehlenden Schraube oder sonstwas bereits auch an Ostern auf dem ToiToi.
Glücklicherweise gibt es auch Handwerker, die noch “Stoff” geben und so konnte ich am Morgen eben das Spiegelorakel bereits fragen. Und obwohl das Container-WC schlussendlich gar nicht sooo schlimm ist (war), auswärts zu duschen usw. ist (war) nicht immer das höchste aller Glücksgefühle. Flüsternderweise soll zwar der Fugenmensch und Maler ein bisschen länger noch die Einrichtung benützen, aber mit ein bisschen Hoffnung dürfte das (Ab-)Wasser in Bälde schon wieder seinen gewohnten Weg nehmen. Hoffentlich.

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Wirtschaftskunde ganz einfach

31. Mrz, 2009

Die Wirtschaft ist ein kompliziertes Sachgebiet, unzählige Faktoren beeinflussen das Ergebnis, Zusammenhänge müssen berücksichtig werden, Vernetzungen, Abhängigkeiten usw. Alle Experten weisen unermüdlich darauf hin. Dabei, streicht man einmal alle künstlich aufgebauschten Abhängigkeiten und Vernetzungen, lässt sich die Wirtschaft bereits an einer simplen 3-Satz Rechnung erklären.

Mögen Sie sich noch an folgende 3-Satzrechnung erinnern? 100 Bauarbeiter erstellen ein Haus in 20 Tagen, wie lange haben 75 Bauarbeiter?

Wie funktioniert das in der Wirtschaft – sehr ähnlich, wobei, wenn man das Problem mathematisch angeht, sieht man, dass diese einfache Gleichung plötzlich nicht mehr aufgeht. Warum? Hier ist die Lösung:

100 Bauarbeiter erstellen ein Haus in 20 Tagen. Unternehmer X kauft eine Maschine, mit der 75 Bauarbeiter ein Haus ebenfalls in 20 Tagen erstellen. Unternehmer Y kauft Unternehmer X, da er zwei Maschinen hat und mit 50 Bauarbeiter ebenfalls ein Haus in 20 Tagen erstellt. Unternehmer Y wird durch Unternehmer Z in den Ruin getrieben, da Unternehmer Z drei Maschinen hat und nur noch 25 Arbeiter braucht um ein Haus in 20 Tagen zu erstellen. Soweit, so gut. Unternehmer Z verdient jetzt viel Geld, weil er wenig Arbeiter bezahlen muss und das Haus immer noch teuer verkaufen kann. Doch halt – was passiert eigentlich mit den 75 arbeitslosen Bauarbeiter? Die können die Hypothek für Ihr Haus nicht mehr bezahlen, können keine Lebensmittel mehr kaufen und können nicht nach Land O auswandern, weil dort das genau gleiche passiert ist. Eine Weile bringt es der Staat noch fertig, die arbeitslosen Bauarbeiter zu unterstützen, bis Unternehmer Z soviel Steuern bezahlen müsste, dass er entweder in ein anderes Land auswandert, oder die Produktion von Häusern einfach so einstellt. Dem Staat bleiben 100 arbeitslose Bauarbeiter, die er unterstützen muss und zugleich irgendwie auch noch beschäftigen sollte. Die können Häuser bauen, aber niemand vermag es, ein Haus zu kaufen.
Natürlich, nur um des Spieles Willen, können wir dieses Szenario noch ein bisschen ausbauen. Unternehmer X brauchte nämlich Geld, um sich die Maschine zu kaufen, dies holte er bei den Bäckern, die damals noch nach dem System 1 Bäcker = 1 Brot arbeiteten. Grosszügig gaben die Bäcker dem Unternehmer X Geld, bis ein findiger Unternehmer eine Maschine erfand, bei dem der Bäcker ebenfalls durch eine Maschine ersetzt wurde, so dass die Gleichung nun war 0.5 Bäcker= 2 Brot, ja, da wollte der arbeitslose Bäcker nun das Geld von Unternehmer X, den es nicht mehr gab, er wurde ein bisschen vertröstet mit Zinsen, bis es Unternehmer Y auch nicht mehr gab und Unternehmer Z seine ausgehöhlte Firma in den Konkurs trieb, weil niemand mehr Häuser wollte. Mittlerweile hatte der Staat arbeitslose Bäcker und Bauarbeiter.
Ergänzen wir diese Geschichte mit den Gärtnern, den Strassenbauern, den Bauern, dem Tischler usw… Sie sehen wohin es führt.

Wir können natürlich jetzt noch die Unternehmen hinzufügen, die Radios, Autos oder Uhren machen, die mit immer besseren Maschinen und immer weniger MitarbeiterInnen immer mehr Radios, Autos und Uhren machen, bis einmal alle Menschen diese Produkte haben oder sich diese nicht mehr leisten können.

So einfach lässt sich aufzeigen, dass das Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, dass es immer einige Menschen gibt, die profitieren werden und immer mehr Menschen, die in der Abrechnung verlieren.

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Sana24 und Telefonitis

31. Mrz, 2009

Nachdem die oberste Führungsetage der Sana24 noch immer denkt, möglichst viele Anrufe bringt möglichst viele Neukunden und dabei nicht realisiert, dass 3-4 Anrufe innert weniger Wochen/Monaten die meisten Menschen schon als Belästigung empfinden, wurde mir folgender Ratschlag zugespielt: Geben Sie bei Preisausschreiben usw… allerhöchstens Ihre Handynummer bekannt. Erstens scheuen die meisten noch immer die teuren Anfrufe auf Mobiltelefone und zweitens kann man dann – sollte das noch nicht wirken – mit einem eleganten “Einen Moment, bitte!” die noch ein paar Minuten in der Leitung schmoren lassen. Sogar der hartnäckigste Callcenter-mitarbeiter/mitarbeiterin soll so nach spätestens 3 Minuten wieder aufgelegt haben. – Versuchen wir es einmal so.
(Die ganze Sana24 Geschichte können Sie mittels TAG: Sana24 durchlesen).

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Gewinnwarnung(en)

30. Mrz, 2009

… hat es noch keine gegeben, aber die (Schweizer) Börse macht genau, was zu erwarten war. Sie taucht. In diese Logik passt natürlich genau die heutige Meldung (nicht nur beim Tagi), dass all die Investmentbanker (ja, die so teuer bezahlten und mit viel Geld gehaltenen) – dass die eigentlich keinen Pfupf besser sind im Geld vermehren, als ich und Du und irgendeine(r).
Das deckt sich doch mit der Geschichte, die schon vor Jahren die Runde machte, als man einen Affen mittels Knopfdrücken an der Börse spekulieren liess. Soviel ich mich erinnern mag, war der Affe einer der klügsten Anleger. Nicht, dass ich Sie jetzt auffordern möchte, Ihr Geld einem Affen anzuvertrauen, nein, dann doch noch lieber mir, aber es zeigt mit aller Deutlichkeit, dass SIE, wenn Sie sich bewusst sind, was Sie machen und mit einer gewissen Sensibilität an das Werk gehen, diesen Anlagestrategen lächelnd entgegentreten können.

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Mea Culpa

30. Mrz, 2009

…soll gleichzeitig auch eine Entschuldigung sein, für meine Glanzleistung gestern Sonntag. Im Formel1 Rausch, enttäuscht vom Abschneiden der BMW-Sauber und gleichzeitig noch euphorisiert von viel zu wenig Schlaf habe ich mich am Frühstückstisch an die Rätselseite der Sonntagszeitung herangepirscht. Die 13 Fragen mit je vier Antwortmöglichkeiten sind ein gemeinschaftliches Spiel. (Insbesondere, wenn ich durch vorgängiges Überfliegen bereits den Buchstabenpfad durch die Lösungsvorschläge kenne). Nur manchmal und eben besonders in solchen Situationen laufe ich zur Höchstform auf, bei der ich mir auch sogleich selbst ein Bein stelle. So wollte ich nach der Frage auch noch gleich ein paar weitere Meere richtig platzieren und habe mich da grausam verhauen. Das Marmarameer erklärte ich zum See, den Stress liess ich am Baikalsee sein Video drehen und über den Aralsee habe ich gerade alles vergessen. Peinlich und meiner nicht würdig.

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