Die Wirtschaft ist ein kompliziertes Sachgebiet, unzählige Faktoren beeinflussen das Ergebnis, Zusammenhänge müssen berücksichtig werden, Vernetzungen, Abhängigkeiten usw. Alle Experten weisen unermüdlich darauf hin. Dabei, streicht man einmal alle künstlich aufgebauschten Abhängigkeiten und Vernetzungen, lässt sich die Wirtschaft bereits an einer simplen 3-Satz Rechnung erklären.
Mögen Sie sich noch an folgende 3-Satzrechnung erinnern? 100 Bauarbeiter erstellen ein Haus in 20 Tagen, wie lange haben 75 Bauarbeiter?
Wie funktioniert das in der Wirtschaft – sehr ähnlich, wobei, wenn man das Problem mathematisch angeht, sieht man, dass diese einfache Gleichung plötzlich nicht mehr aufgeht. Warum? Hier ist die Lösung:
100 Bauarbeiter erstellen ein Haus in 20 Tagen. Unternehmer X kauft eine Maschine, mit der 75 Bauarbeiter ein Haus ebenfalls in 20 Tagen erstellen. Unternehmer Y kauft Unternehmer X, da er zwei Maschinen hat und mit 50 Bauarbeiter ebenfalls ein Haus in 20 Tagen erstellt. Unternehmer Y wird durch Unternehmer Z in den Ruin getrieben, da Unternehmer Z drei Maschinen hat und nur noch 25 Arbeiter braucht um ein Haus in 20 Tagen zu erstellen. Soweit, so gut. Unternehmer Z verdient jetzt viel Geld, weil er wenig Arbeiter bezahlen muss und das Haus immer noch teuer verkaufen kann. Doch halt – was passiert eigentlich mit den 75 arbeitslosen Bauarbeiter? Die können die Hypothek für Ihr Haus nicht mehr bezahlen, können keine Lebensmittel mehr kaufen und können nicht nach Land O auswandern, weil dort das genau gleiche passiert ist. Eine Weile bringt es der Staat noch fertig, die arbeitslosen Bauarbeiter zu unterstützen, bis Unternehmer Z soviel Steuern bezahlen müsste, dass er entweder in ein anderes Land auswandert, oder die Produktion von Häusern einfach so einstellt. Dem Staat bleiben 100 arbeitslose Bauarbeiter, die er unterstützen muss und zugleich irgendwie auch noch beschäftigen sollte. Die können Häuser bauen, aber niemand vermag es, ein Haus zu kaufen.
Natürlich, nur um des Spieles Willen, können wir dieses Szenario noch ein bisschen ausbauen. Unternehmer X brauchte nämlich Geld, um sich die Maschine zu kaufen, dies holte er bei den Bäckern, die damals noch nach dem System 1 Bäcker = 1 Brot arbeiteten. Grosszügig gaben die Bäcker dem Unternehmer X Geld, bis ein findiger Unternehmer eine Maschine erfand, bei dem der Bäcker ebenfalls durch eine Maschine ersetzt wurde, so dass die Gleichung nun war 0.5 Bäcker= 2 Brot, ja, da wollte der arbeitslose Bäcker nun das Geld von Unternehmer X, den es nicht mehr gab, er wurde ein bisschen vertröstet mit Zinsen, bis es Unternehmer Y auch nicht mehr gab und Unternehmer Z seine ausgehöhlte Firma in den Konkurs trieb, weil niemand mehr Häuser wollte. Mittlerweile hatte der Staat arbeitslose Bäcker und Bauarbeiter.
Ergänzen wir diese Geschichte mit den Gärtnern, den Strassenbauern, den Bauern, dem Tischler usw… Sie sehen wohin es führt.
Wir können natürlich jetzt noch die Unternehmen hinzufügen, die Radios, Autos oder Uhren machen, die mit immer besseren Maschinen und immer weniger MitarbeiterInnen immer mehr Radios, Autos und Uhren machen, bis einmal alle Menschen diese Produkte haben oder sich diese nicht mehr leisten können.
So einfach lässt sich aufzeigen, dass das Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, dass es immer einige Menschen gibt, die profitieren werden und immer mehr Menschen, die in der Abrechnung verlieren.
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