Unterschiede

Wie würden Sie einem Kind den Unterschied zwischen den beiden Gemeinden Cham und Hünenberg erklären, hätten Sie nur einfache Mittel zur Verfügung?

Die schon fast perfekte Lösung wäre folgende:

Der Unterschied

Während Hünenberger Kindergartenkinder in einer gut gewärmten Aula auf das amtierende Zunftpaar Lukas I. und Marlène die Aufgeschlossene warten, bleibt den Chamer Kindern höchstens der Blick von draussen gegönnt. (bei – 10°C).

Aufgenommen im dualen Schulhaus. Dual deshalb, weil es nicht nur auf dem Boden zweier Gemeinden liegt, sondern auch noch Kinder aus zwei Gemeinden unterrichtet werden.

 

PS: Bevor bitterböse Kommentare kommen – dies ist ein Schmunzelartikel und sollte nicht ganz ernst genommen werden.


Wie kalt ist die Welt geworden…

Messstation ist Kloten

Passend zu den jahreszeitlichen Gegebenheiten hat sich die Temperatur auf frostige Zeiten eingestellt. Ich habe zwar auch schon mit Eisblumen und Minus 25°C Aussentemperatur (und nur wenig mehr Innentemperatur) genächtigt – und dabei ganz gut geschlafen.

Das war aber auf rund 2000 Meter über Meer in einem fast unbeheizten Berghaus.

Für das Flachland sind das doch eher ungewohnte Temperaturen und auch der Kanton Zug (Station Stadt Zug) schafft aktuell – 13.6°C.  Wobei die gleiche Wetterstation für gestern morgen (3.2.) um 9.00 Uhr einen Windchill-Faktor von -20.1°C errechnet hatte – dies ebenfalls für die Stadt Zug.


Revamping

Einerseits habe ich exakt auf Ende des Monats – nach bald 3 Jahren – mein Statistiktool zum Teufel gejagt und Platz gemacht für dasselbe Statistiktool – aber einfach in einer neuen Version. Ich habe mir diesen Entscheid nicht einfach gemacht und etwa seit einem halben Jahr nach einer Lösung gesucht, die alten Statistikzahlen in die neue Version übernehmen zu können.

Irgendwo hat sich, zwischen der Uraltversion und der neuen Version eines neuen Entwicklers ein Bug eingeschlichen, der mir bei jeder neuen Installation eine neue – und auch andere – Fehlermeldung produzierte. Irgendwie war jetzt Zeit für einen Neubeginn. Es war der beste Januar seit bestehen meines Blogs und der erste Monat im Jahr hat mir bereits über 12 % der letztjährigen Besucher gebracht. Man dürfte also – trotz Schreibfaulheit meinerseits – von einem gelungenen Start ins neue Jahr sprechen.

Anderseits habe ich heute innert weniger Stunden einer von mir betreuten Website ein neues “Theme” verpasst. WordPress bietet hier schon viele – auch kostenfreie – Vorlagen. Nur ist es oft so, dass Farbe, Grösse, Sidebars, Schriftarten usw. den eigenen Vorstellungen kaum entsprechen und so gilt es, relativ viel Anpassungen vorzunehmen. Trotzdem – es ist noch einiges einfacher, als wenn man von Grund auf eine Vorlage erstellen müsste. Die betreute Personengruppe wird dann morgen – vielleicht – die Änderungen zur Kenntnis nehmen.

Und weil es nach einem langen Tag noch nicht genug war und demnächst auch eines meiner Lieblingsplugins für Joomla in der Version für Joomla 2.5. verfügbar ist, habe ich meine Homepage noch schnell auf Joomla 2.5.1 von 1.7. upgegradet. Dies sollte für die nächsten 18 Monate eine Hauptversion sein. Zum Glück kann man beinahe sagen. Schliesslich “hängen” noch einige Module und Plugins der Weiterentwicklung von Joomla hinten nach – vorallem, weil zwischen den Versionen 1.5 und 1.6/1.7 ein Quantensprung bestand. 2.5 (ohne die Zwischennummern) ist nun die auf 1.7.X basierende Weiterentwicklung, die vor allem auch den Plugin-Herstellern die Möglichkeit gibt, eine stabile Version für eine längere Zeit zu besitzen.

Das Update übrigens – nicht ohne vorgängige Sicherung – verlief problemlos. Ausser dass sich wieder einmal ein Plugin weigerte, meinen ganz persönlichen Pfad zu den Bildern anzunehmen. Also musste auch dort in der Datei gebastelt werden.

Genug Revamping für heute. Morgen warten noch einige andere Websites auf ein Update und Anpassungen.


Vor ein paar Stunden

…habe ich bereits alles bereit gehabt, um einen Artikel zu verfassen über Essen, bei denen der Wirt Reis auf den Teller schaufelte, um dem Begriff “Sättigungs(bei-)lage alle Ehre zu verschaffen, dass Pouletbrüstchen aber mit sowenig Sauce versah, dass einem schon das 5. Reiskorn im Halse steckenblieb.

Des Weiteren wäre eine Zusatzfrage entstanden, was Sie von einem 82.– fränkigen Mittagessen erwarten, dass notabene mehrheitlich 60+ Menschen serviert wird, insbesondere, wenn der Businesslunch nicht einmal die 60.– toppt.

Noch bevor ich in die Tasten hauen konnte, stolperte ich über einen Artikel, welcher in diversen Presseerzeugnissen bereits seinen Niedergang fand – die Animanca-Aktion der Migros. Scheinbar haben die christlichen Freikirchen in der Schweiz ein riesiges Problem mit ein paar Pseudosteinen mit Tiersymbolen, respektive den Attributen, welche den Tieren gegeben wurden – schlau wie ein Fuchs – flink wie ein Hase usw. Kinder könnten scheinbar irreparable Schäden davontragen, wenn sie sich evolutionstechnisch mit solch tierischen Beiwörtern identifizieren könnten. Ich bin mir ja nicht sicher, aber ich frage mich, wie diese Menschen leben (müssen)? Ice-Age mit dem Faultier Sid, Yogibär, Mickey Mouse, der geldgierige Dagobert Duck oder Bambi – ganz zu schweigen von dem bösen Wolf bei Rotkäppchen, den Bremer Stadtmusikanten oder auch Pingu – Kinder wie Erwachsene begegnen diesen Tieren doch und könnten (wenn man darauf aus ist) Schaden nehmen, wenn man sich nur ansatzweise mit einem der Tiere identifizieren könnte. Ich glaube, solche Menschen vergessen schlichtwegs das Elementare, auf welchem unser Leben aufgebaut ist. Eigenverantwortung. Niemand muss in die Migros einkaufen gehen und noch weniger müssen die, die einkaufen, sich auch diese “Steine” geben lassen. Und wenn Kinder dem “Gesellschaftsdruck” erliegen, liegt das meist nicht an den Kindern, sondern am Elternhaus. Auf jeden Fall kenne ich Kinder, die weder diese Steine sammeln, noch an einer der letzten Aktionen teilgenommen haben und trotzdem nicht zu gesellschaftlichen Aussenseitern abgestempelt wurden. Langsam aber sicher müsste man gewissen Bevölkerungsgruppen (nicht nur christlichen Freikirchen) begreifbar machen, dass sie niemand gezwungen hat (als Beispiel) Kinder zu kriegen. Dass es zwar gewisse gesellschaftliche Normen gibt in unserer Welt – aber die Verantwortung, dass aus einem Neugeborenen einmal ein Mitglied der Gesellschaft wird, obliegt einzig und alleine denen, die die Kinder gezeugt haben.

Apropos Mitglied der Gesellschaft – so eines ist auch die zürcherische Natalie Rickli – Nationalrätin und ungewählte Vizepräsidentin der SVP-Fraktion. Die Wortwahl für Menschen, die scheinbar über Internas sprachen – zugleich aber – gemäss ihr – auch nicht der Wahrheit verpflichtet waren, gipfelte darin, dass sie den Informanten als “krank” bezeichnet. Vermutlich hat sie bereits vergessen, dass kurz zuvor “Informanten” beinahe zu Volkshelden emporstilisert wurden. Ebenfalls von ihrer Partei. Immerhin soll ihr (Lebensabschnitts-)Partner Christoph Mörgeli für die demokratisch NICHT gewählte Demokratin eine neuerliche Wahl verlangt haben. Dass bei soviel Demokratie demokratisch Gewählte über soviel Demokratieverständnis stolpern, ist nur logisch. Wer will es dem gewählten Alex Kuprecht verübeln, dass er bei soviel Demokratie vor den Demokraten Angst bekam und auf sein Amt verzichtete. Es scheint, dass gewisse Parteiexponenten auch parteiintern die gleichen Grundsätze anwenden, wie auf nationaler Ebene. Ein demokratischer Entscheid ist nur dann demokratisch (oder von der Mehrheit beschlossen), wenn er auch den eigenen Interessen entspricht – ansonsten ist es kein richtig gefällter Entscheid und wird sofort (trotzig) in Frage gestellt.

Oben habe ich einmal den Begriff “Attribut” verwendet. Eine kleine Meinungsverschiedenheit mit einem lokalen Chefredaktor wurde letzthin geführt, welchem von einem Journalisten ein falscher Beinamen zu einer Person in die Zeitung gesetzt wurde. Aus “Aufgeschlossen” wurde “Ausgeschlossen”, was natürlich sinnentfremdend und für die betroffene Person auch eher negativ zu werten war. Es brauchte einige Überzeugungskraft, bis eine Richtigstellung erfolgte und die Korrektur selbst hatte auch eine gewisse Eigendynamik. Dies wiederum führt zu folgender Erkenntnis (mit einem anderen Namen):

  • Der grosse Alexander… = irgendein Alexander, welcher von grossem Wuchs ist. Das Prädikat wird als Attribut (Adjektiv) verwendet.
  • Alexander der Grosse… = König von Makedonien und Hegemon. Der Beiname wurde ihm nicht für seine körperliche Grösse verliehen. Das Attribut wird als Agnomen (unverzichtbarer, offizieller Beiname) verwendet.
  • Alexander, der Grosse, … = hier wird “der Grosse” wieder zur Verdeutlichung verwendet. Zum Beispiel weil es einen grossen und kleinen Alexander gibt, oder weil Alexander grösser ist, als andere aus einer Gruppe Menschen.
  • Alexander I., der Grosse,… = Hier werden zwei Beinamen (Cognomen) verwendet, wobei der zweite Cognomen oder das Agnomen entweder zwischen Kommas kommt, oder zur Verdeutlichung auch zwischen Gedankenstriche eingebunden werden kann: Alexander I. – der Grosse – …

Bevor ich dies alles niederschreiben konnte, klingelte allerdings das Telefon und ich widmete mich ganz anderen Dingen.


Auf dem sinkenden Schiff

… könnte vieles sein, deswegen hier eine aktuelle Auswahl:

  • Auf der Costa Concordia – einem Kreuzfahrtschiff für jedermann – waren es rund 4’000 Menschen, die glücklicherweise mehrheitlich gerettet wurden. Und was vielleicht viele Menschen für unmöglich hielten – knapp 100 Jahre nach dem Untergang der Titanic – die Evakuierung soll zu spät, unkoordiniert und manche sagen auch aus – getrieben von der Kraft des Stärkeren, vonstatten gegangen sein. Die Costa Cruises, welcher das Schiff gehört, ist ein Teil eines der weltweit grössten Schifffahrtsunternehmen, der “Carnival Corporation & plc”. Dort verstecken sich so berühmte Namen wie Cunard Line, P&O Cruises, Princess Cruises, AIDA Cruises und einige mehr. Im Jahr 2010 machte das Unternehmen bei einem Umsatz von 14.5 Milliarden $ fast 2 Milliarden $ Gewinn oder anders gesagt, knapp jeder 7. Franken, den sie für oder auf einem dieser Schiffe ausgegeben haben/hätten, war Nettogewinn.  Übrigens hat das Unternehmen (die Zahlen beziehen sich immer auf das Jahr 2010) gerade einmal 1 Million $ Steuern bezahlt.

 

  • Sind wohl (fast) alle osteuropäischen Länder. Einerseits möchten sie zwar gerne in die EU, anderseits kann man ja noch schnell ein Asylgesuch stellen. Im Jahr 2011 haben rund 15’000 Personen einen Asylantrag IN der Schweiz gestellt. (nicht an der Grenze oder auf einer Botschaft) Mit rund 22’000 Asylgesuchen insgesamt sind wir aber noch weit unter den 47′ooo Asylsgesuchen im Jahre 1999. Da wurde neulich die Geschichte der Winterferiengäste aus Rumänien in den Medien rumgereicht. Ein verschwindend kleiner Teil der über 70’000 im Asylverfahren hängigen Personen. Eines Tages werden wir zwei Sachen begreifen: 1. Die Vororthilfe wäre wesentlich sinnvoller, wie jeder hier eingesetzte Franken und 2. Wir sind eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard auf der Welt – wirklich verargen kann man es da anderen Menschen nicht, wenn Sie auch davon profitieren möchten. Wobei meine These ist, dass nicht grundsätzlich die meistbedrohten Menschen den Weg in die Schweiz finden, sondern eher solche, die sich einen persönlichen Vorteil versprechen.

 

  • Sind auch diejenigen, welche das Internet noch als mehr oder weniger rechtsfreien Raum betrachten. Kontrollorgan und Weltpolizist will einmal mehr die USA werden und niemand scheint fähig, einer der verlogensten Demokratien der westlichen Welt die Stirn zu bieten. Nein, ich will weder Pädophile schützen noch (Internet-)Betrügern die Verfolgung absprechen, während aber in der USA und dem Rest der Welt SOPA, PIPA und ACTA vorallem auf den (normalen) Internetnutzer abzielen – und dieser relativ erfolgreich schon fast überall festgenagelt werden kann, scheint es ein Ding der Unmöglichkeit, offensichtlich schädliche und kriminelle Machenschaften im Internet zu verfolgen. Übrigens, in der Schweiz ist der Download von copyrightgeschützten Inhalten für den Eigengebrauch (auf dem Computer) nicht verboten, sehr wohl aber der Upload für andere, wie auch die Weiterverbreitung, egal ob auf anderen Datenträgern oder via Homepage.

 

  • Ob die EU weiterhin auf dem sinkenden Schiff weitertreibt, darüber streiten sich mittlerweile die meisten Experten. Faktisch gesehen ist die Zeit der überschwenglichen Finanzoptimierung längst gestorben, sowohl privatwirtschaftlich, wie auch staatswirtschaftlich betrachtet. Solange sich aber der “normale” Bürger dank perfekter Reizüberflutung weiterhin ausnehmen lässt, wie eine wohlgenährte Weihnachtsgans, werden wir wohl noch für eine Weile die Zeche bezahlen – bis zu dem Tag, an dem es definitiv zu spät ist. Oder anders gefragt – haben Sie als Normalbürger letztes Jahr etwas verspührt von den extrem vorteilhaften Konditionen zu welchen die Banken Geld erhalten? Wurden Ihnen Gebühren gestrichen? Hat Ihnen die Bank überraschend einen leicht risikobehafteten Kredit gewährt? Nicht? Komisch. Dafür machen die Banken ordentlichen Gewinn, wie zu Zeiten vor der Finanzkrise.

 

  • Einige denken auch, dass die SVP langsam auf dem absteigenden Ast sich bewegt. Eine gefühlte Ewigkeit hat man vom Sünneli-Toni nichts mehr gehört. Die Vizepräsidenten – sprich Christoph Blocher – scheinen den Kurs der SVP fester den je zu führen. Dazu auch die kleine Geschichte zu den Fraktionspräsidentenwahl der SVP (Vorsitzender der SVP-Bundeshausparlamentarier), welcher an seine Seite 4 (!) Vizepräsidenten erhält. Nachdem Blochers Vorzeigefrau die Wahl nicht geschafft hat, wollte man kurzerhand die Spielregeln ändern, damit die etwa 65 Parlamentarier künftig 5 Vizepräsidenten hätten. Schliesslich zog sich einer der Gewählten entnervt freiwillig zurück. Möglicherweise demontiert sich die SVP tatsächlich selbst. Dies wäre zwar ein langsame, aber umso heilsamere Erfahrung für einige SVP-Gläubige, die in allem Nicht-SVP die Quelle des Übels sehen.

 

  • Auf dem sinkenden Schiff ist sicherlich des Schweizers Lieblingssport, respektive die Axpo Super League.  Nicht ganz alle Clubs, aber das Gebilde dürfte mittlerweile eher als eine Jekami- und Pseudomeisterschaft betrachtet werden. Sion mit 6 Transferspieler, die spielten, obwohl sie nicht spielen durften, oder vielleicht doch spielen durften oder vielleicht doch nicht – wer weiss das so genau. Aber immerhin mit einem Punktekonto von – 5 Punkten mit immerhin 9 Siegen und einem Club – Xamax – auf dem 10. und letzten Platz mit 7 Siegen und 26 Punkten. Vor zwei Jahren hatte GC einen eher zweifelhaften Investor namens Eckel hofiert, der FCSG musste vor ein bisschen mehr als einem Jahr knapp 15 Millionen Franken Schulden “vernichten” – die Beispiele würden sich relativ einfach erweitern lassen.
  • Überhaupt nicht auf einem sinkenden Schiff sind so intelligente Sendungen wie Dschungelcamp, die 27. Ausgabe irgend eines Supertalents (und vor allem die vielen Aufnahmen von Untalenten), Bauer sucht Frau… (und wenn der Bauer einen Bauer sucht, umso besser), Shopping-Queen, Schnapp dir einen Millionär und die Talkshows, wo sich teilweise Menschen präsentieren, da hat man das Gefühl, dass die auch noch stolz sind, möglichst Messie oder was auch immer zu sein. Die Katzenberger darf (muss) blonden. Obwohl ich die wenigsten Sendungen auch persönlich kenne, sieht man gelegentlich Trailers oder liest irgendwo wieder eine lobende Kritik. Wieso macht der Zuschauer an dieser orchestral inszenierten Volksverdummung mit?

 

  • Nicht gerade auf dem sinkenden Schiff, aber auch nicht gerade erfolgsverwöhnt wird der Kanton Zug in den Schlagzeilen gehandelt. Petroplus – ein willkommener, vermeintlicher, Steuerzahler ist insolvent oder Pleite. Wie das funktioniert, wenn man Rohöl kauft, raffiniert und dann wieder verkauft ist schwierig zum Erklären – anderseits, wenn man am globalen Markt zu früh zuviel Rohöl zu einem überhöhten Preis “reserviert”  und es dann nicht mehr zu diesem Preis los wird, dann wäre es schon viel einfacher erklärbar. Working Poor wird im reichen Kanton Zug immer mehr zu einem Thema. Neulich wollte man in Zug Durchschnittsmieten ermitteln und nahm aktuelle Beispiele. Das Resultat der Studie war ernüchternd – Zug ist gar nicht so teuer. Allerdings reklamierten soviele Leute, dass die Studie nochmals studiert wurde und siehe da, auf das ursprüngliche Resultat hat man für eine 4 Zi-Wohnung noch rund 500 Franken draufgeschlagen. Jetzt wurde es ziemlich teuer – aber auch realistisch. Apropos teuer – knapp 30 % der Zuger Bevölkerung wird 2012 in den Genuss einer Prämienverbilligung kommen, durchschnittlich mit 1’733.– Franken. Weil wir nicht soviele studierende Millionärssöhne und -Töchter haben, bedeutet das eher, dass etwa 30’000 Menschen von 108’000 Bewohnern – oder fast jeder 3. – nicht so auf Rosen gebettet ist, dass sie sich die Krankenkasse finanzieren können. (Wobei der Beitrag nach steuerbarem Einkommen gestuft ist.)

Eigentlich sollte ich jetzt auch noch ein bisschen Jammern. Mach ich mal. Obwohl den Reichen die Schenkungssteuer droht, hat sich leider niemand gefunden, der sein Vermögen rechtzeitig mir verschenken wollte.

Ansonsten hält bei mir der Neujahrskoller scheinbar ein bisschen länger an als üblicherweise, was sich auch mit Schreibfaulheit umschreiben lassen würde – aber das vergeht sicherlich wieder.


Auf Fotopirsch

Im Regen - Bild in der Qualität reduziert

Für kurze Zeit darf ich meine Nikon mit einem Super-Objektiv, dem AF-S VR II Zoom-Nikkor 1:2.8/70-200mm G ED (bei Neuerscheinung empfohlener Verkaufspreis 3’368.–, heute im Onlinehandel einiges günstiger) arbeiten. Vielleicht wird das Wetter ja noch besser und ich habe die Chance wirklich nach draussen zu gehen.

Grundsätzlich verwende ich das Zoom, um Theateraufnahmen zu machen – und bei einem ersten Probe mit dem neuen Teil verwendete ich es auf einem Stativ und zum Teil freihändig. Mit 1.54 kg verlangt das Objektiv eine ruhige Hand, vorallem wenn man wirklich Details heranzoomt – aber das Resultat ist bestechend – und falls nicht, liegt es einzig an der Entzückung des Fotografen.

Überhaupt – und das ist heute eigentlich bei allen verfügbaren DSLR-Kamera-Kits der Fall – die Standardaussrüstung mit den ersten Objektiven ist zwar nicht schlecht – aber manch einer, der sich eine Spiegelreflexkamera mit einem solchen Basisangebot ausrüstet, wäre möglicherweise mit einer hochwertigen Kompaktkamera noch besser bedient.

Setzt man sich zu einem späteren Zeitpunkt intensiver mit seiner Neuerwerbung auseinander – oder verzichtet man bereits beim ersten Kauf auf das Set-Angebot und ergänzt man den Body der Kamera mit qualitativ besseren Objektiven, geht es ziemlich schnell ins Geld. Einerseits. Anderseits beginnt dann der Fotospass, indem man auch scheinbar unmögliche Aufnahmen realisieren kann.

Bei den Objektiven ergibt sich für den Neueinsteiger folgende einfache Regel: Je grösser die Blendenzahl (im obigen Beispiel 2.8, weitere bekannte Blendezahlen 1.4; 1.8; 3.5; 4.5; 5.6) desto mehr (Umgebungs-)Licht braucht es für eine gute Aufnahme. Bei den variablen Zoom-Objektiven der NIKKOR-Reihe ist 2.8 der Bestwert. Dieser einfache Grundsatz lässt sich auch umgekehrt formulieren: Je grösser die Blendenzahl ist, desto länger muss das entsprechende Objekt belichtet werden, um ein gleichhelles Bild zu erreichen.

Handkehrum hat die Blendenzahl auch einen direkten Einfluss auf die Tiefenschärfe: Beispiel Sie fotografieren einen einzelnen Apfelbaum auf einem Feld. Je kleiner die Blendenzahl ist, desto unschärfer wird Vorder- und Hintergrund (das was vor und hinter dem Baum ist.) Je grösser die Blendenzahl ist, desto “allgemeiner” wird das Bild, d.h. desto mehr nimmt man als scharf wahr auf dem Bild.

Für – anfängliche – Verwirrung kann dabei die umgangssprachliche Verwendung des Begriffes Blende für Blendenöffnung führen. Eine grosse Blende ist auf dem Display der Kamera nämlich genau das Gegenteil, nämlich ein tiefe Blendenöffnungszahl (z.B. 2.8; 3.5; 5.6) und eine kleine Blende (ein kleiner Lichteinfallsring) eine grosse Blendenöffnungszahl (z.B. 11 – 16 – 22)

Bei Tageslicht gilt dieser Grundsatz natürlich ebenfalls – allerdings lässt perfektes Umgebungslicht natürlich Spielereien zu im Zusammenspiel mit der Belichtungszeit (z.B. 1/100 – 1/2’500) und der Blendenzahl, in dem man einerseits das angepeilte Objekt als einziges scharf machen kann (mit dem berühmten Bokeh rundherum) bei einer kleinen Blendenöffnungszahl und anderseits mit der Zeitkomponente entweder fliessende Bewegungen erhält oder das (bewegende) Objekt einfriert.

 

 


Coopzeitung Fotowettbewerb reloaded

Gähnende Leere (Screenshot: coopzeitung.ch)

Aktuell läuft ein neuer Coopzeitung – Fotowettbewerb – noch 21 Tage kann man alles zum Thema “Weiss” einsenden und später bewerten lassen.

Bewerten ist aber nicht so einfach – schliesslich könnte man JETZT zum Thema “Reflexion” abstimmen. Tut nicht, geht nicht.

Mit zwei Computern und jeweils zwei verschiedenen Browsern (Firefox und IE) habe ich versucht, mir die zur Auswahl stehenden Fotos sichtbar zu machen. Jeweils eingeloggt und als Besucher.

Ich hatte keine Chance.

Dabei – zumindest wenn man den Ausführungen glauben darf – würde die Abstimmung schon 24 Stunden lang laufen.

Es ist die gefühlte 218 Panne, seit die CoopZeitung das Modul letzten Sommer gewechselt hat – ganz abgesehen von den unendlich langen Ladezeiten, will man sich ein Einzelfoto anschauen. Für mich unverständlich, wie schwierig es scheint, den Coop-Fotowettbewerb fehlerfrei über die Bühne zu bringen.

Immerhin, die Preise für die Gewinner im aktuellen Wettbewerb wären nach wie vor attraktiv – mitmachen lohnt sich noch immer.


Sonntagmorgen auf DRS3

RvG, ein sicherer Wert für DRS3 (Screenshot Webcam)

Da hätte ich – als musikalisch nicht versierter Zuhörer – einmal das Musikquiz von Reeto von Gunten schon nach 2 Worten seines ersten Hinweises gewusst und habe dann nicht angerufen, weil ich dachte – die Lösung müsste zu einfach sein.

Die weiteren zwei Hinweise sorgten dann bei mir eher für die Bestätigung meines Zweifels – als zur Bestätigung meiner ersten Annahme. Allerdings war dann die Lösung trotz aller Zweifel die von mir nach exakt 0.43 Sekunden gedachte Antwort.

Einziger Trost – es war ein gemütliches Sonntagsmorgenaufstehen mit RvG und… der Preis ging zumindest in “meinen” Kanton.

Apropos mein Kanton. Die ZugerInnen haben es nächsten Samstag im Griff, bei Uri, Schwyz und Untergang gegen die neue Herausforderin aus Bern, die Miss Schweiz, zu bestehen. Anmelden kann man sich noch auf DRS3. Ich habe am Samstag schon ein 12-Stunden-Job, kann also – auch wenn ich noch gewollt hätte, mich nicht mit Alina Buchschacher messen. Und nein, schon aus Gründen der Altersdifferenz würde ich diese Ausgabe nicht im Studio verbringen.

Und ein dritter, kleiner Hinweis, die DRS3-Teilzeit-Morgenstimme, Mona Vetsch, führt nächsten Dienstag, 17. Januar 2012, gemäss Programm durch ihren ersten Club. Mal schauen, wie sie sich – nach sehr differenzierten Kritiken über Karin Frei – in dieser Smalltalk-Sendung auf SF metzget. Das Thema ist ebenso anspruchsvoll wie kompliziert: “Mama hört Stimmen – Papa trinkt. Aufwachsen mit psychisch kranken Eltern” Auffallend ist, dass in der Sendung (natürlich) die Kinder fehlen – die einen direkten Einblick in die Problematik geben könnten.